Zweite SRG-Trendumfrage Fotofinish bei Rentenreform – Klares Ja bei Ernährungssicherheit

Das sind die Trends der zweiten SRG-Umfrage zu den Vorlagen der Abstimmung vom 24. September 2017.

Übersicht Stimmabsichten
  • Die Rentenreform wäre Anfangs September mit einem äusserst knappen Ja-Stimmenanteil angenommen worden. Der Trend liegt bei den zwei Renten-Vorlagen innerhalb des Fehlerbereichs und könnte immer noch kippen.
  • Hinzu kommt, dass für die Erhöhung der Mehrwertsteuer-Erhöhung zugunsten der AHV das Ständemehr erforderlich ist und dies die Entscheidungssituation umso mehr verschärft.
  • Ein deutliches Ja scheint bei er dritten Vorlage, dem Gegenentwurf zur Initiative «Für Ernährungssicherheit» sicher zu sein. Die Vorlage wäre mit 69 Prozent angenommen worden.

Wäre bereits am 3. September 2017 über die drei Vorlagen der eidgenössischen Abstimmungen vom 24 September entschieden worden, wäre der Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit deutlich angenommen worden. Die Zusatzfinanzierung der AHV durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und das Bundesgesetz selber wären äusserst knapp angenommen worden.

Bei beiden Vorlagen zur Altersvorsorge verliert leicht an Zustimmung und die Ablehnung nimmt zu. Damit besteht eine äusserst knappe Mehrheit. Bei beiden Vorlagen liegt das Ja vor dem Nein, der Trend läuft aber zugunsten einer Ablehnung.

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Eckwerte der SRG-Umfrage

Die Umfrage wurde im Auftrag der SRG SSR vom Forschungsinstitut gfs.bern zwischen dem 30. August und dem 6. September 2017 durchgeführt. Befragt wurden 1408 Personen. Mehr

Aus Sicht der Befürworter kommt erschwerend dazu, dass ein dreifaches Ja (zweimal Volksmehr und dazu einmal Ständemehr) nötig ist, damit die gesamte Reform nicht scheitert. Die Chance, dass mindestens ein Nein resultieren wird, ist im Vergleich mit der ersten Umfrage gestiegen. Der Ausgang der Abstimmung bleibt jedoch offen, erklärt das Forschungsinstitut gfs.bern

Deutliches Ja zur Ernährungssicherheit

Zum Bundesbeschluss über die Ernährungssicherheit sagen zwei Drittel der Stimmberechtigten Ja. Ein Fünftel wäre dagegen und nur noch ein Neuntel ist unschlüssig.

Sowohl die Zustimmung als auch die Ablehnung haben leicht zugenommen, wobei die Zustimmung stärker profitiert hat. Bei dieser Vorlage zeigt sich eine parteiübergreifende Zustimmung und dies spiegelt sich auch bei der Stimmbevölkerung. In allen untersuchten Untergruppen will eine klare Mehrheit dem Bundesbeschluss bestimmt oder eher zustimmen.