Zum Inhalt springen

Unnötige Arzt-Behandlungen Ärzte-Vereinigung: «Jede unnötige Behandlung ist eine zu viel»

Nicht jede Behandlung im Spital ist notwendig. Doch finanzielle Fehlanreize führen oft zu einer Überversorgung.

Legende: Audio Warum gibt es bei Ärzten und in Spitälern so viele überflüssige Behandlungen? abspielen. Laufzeit 30:00 Minuten.
30 min, aus Samstagsrundschau vom 26.11.2016.
  • Jede unnötige ärztliche Behandlung sei eine zu viel. Das sagte Jürg Schluep, Präsident der Ärzte-Vereinigung FMH, in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF.
  • Man werde deshalb umstrittene Verträge mit Chefärzten noch konsequenter bekämpfen. So zum Beispiel, wenn Ärzte Boni bekämen – wenn sie möglichst viele Operationen durchführen würden.
  • Die Allgemeine Innere Medizin hat sich eine Top-5-Liste vermeidbarer Behandlungen und Therapien verordnet.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

14 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Hanspeter Müller (HPMüller)
    Es ist scheinheilig die Boni der Chefärzte auf die Anzahl Eingriffe in den öffentlichen Spitälern zu bekämpfen. Jeder Arzt in der Praxis hat keinen Grundlohn, sondern verdient an jedem einzelnen Eingriff. D.h. die Aerzte in den Privatspitälern haben im Prinzip ein Lohn der aus 100% Boni besteht. Da werden dann die Patienten von Kollege zu Kollege geschickt damit aus einer Behandlung drei werden. Man könnte ja mal die Abklärungsrate in den öffentlichen gegen die privaten Spitäler vergleichen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Giovanni Rana (G.R)
    Heutzutage wird nich nach der Ursachen einer Krankheit oder Beschwerden gesucht sondern nach der schnellsten Lösung!!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Tobi Hartmann (Tobias Hartmann)
    Irgendwie ist unser ganzes System daneben. Auf der einen Seite redet man von Überversorgung, andererseits in der Realität stellt man sehr oft fest dass Patienten meistens zu früh aus dem Spital geschickt werden und kurz darauf dann auf der Notfallstation landen. Habe ich in der Familie gerade letzten Monat 3 Mal erlebt!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Hans Bernoulli (H.Bernoulli)
      Überversorgung herrscht dort, wo mit medizinischer Versorgung gut verdient wird - Unterversorgung, wo nicht. Ist mir schleierhaft, warum die Tarife nicht rascher angepasst werden, so, dass es finanziell nicht darauf ankommt, welche Therapie angeboten wird - ob Operation oder nicht. Die Zeit der Ärzte sollte viel besser entlöhnt werden, die technischen Eingriffe, Untersuchungen, Operationen usw. gerade Kostendeckend sein.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen