Alkohol rafft jährlich 1600 Schweizer dahin

Auch Alkohol kann töten. Zwar nicht im gleichen Mass wie der Tabakkonsum, dafür variantenreicher. In der Schweiz sind im Jahr 2011 1600 Menschen der «Volksdroge Alkohol» erlegen. Vor allem bei jungen Männern ist diese Form des Ablebens keine Seltenheit.

Betrunkener schläft auf einem Festtisch. Neben ihm steht eine Flasche saurer Most. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Drei von fünf Alkohol-Todesfällen in der Schweiz gehen auf einen chronisch starken Konsum zurück. Keystone

1181 Männer und 419 Frauen sind 2011 an den Folgen ihres Alkoholkonsums gestorben. Zwar fordert der Tabakgenuss jährlich knapp sechs Mal mehr Opfer. Dafür sind die Ursachen für den Alkohol-Tod mannigfaltiger. Dies die Quintessenz aus dem jüngsten «Bulletin» des Bundesamtes für Gesundheit (BAG).

Den Grossteil der alkoholbedingten Todesfälle machen Krebserkrankungen, Unfälle und Verletzungen sowie Krankheiten des Verdauungssystems aus. Einige dieser Leiden sind direkt alkoholbedingt, so beispielsweise alkoholische Leberzirrhose und psychische Störungen.

Gift für junge Männer

Bei anderen Krankheiten bildet der Alkohol einen Faktor von vielen, der die Krankheit mitverursacht. Hierzu werden grösstenteils chronische Krankheiten wie Krebs oder Bluthochdruck gezählt. Auffallend sind die Zahlen zudem bei jungen Menschen.

Der relative Anteil der alkoholbedingten Todesfälle an allen Todesfällen beträgt bei Männern im Alter zwischen 25 und 35 Jahren fast einen Viertel.