Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Arbeitskräfte aus der EU drücken hiesige Löhne kaum

Regelmässig lässt der Bund untersuchen, welche Folgen die Personenfreizügigkeit für die Löhne in der Schweiz haben. Eine neue Studie deckt sich im Wesentlichen mit dem, was auch ihre Vorgänger schon herausgefunden haben. Die Löhne sind demnach nicht nennenswert gesunken.

Seit mehr als zehn Jahren gilt zwischen der Schweiz und der EU das Freizügigkeitsabkommen. Mit wenigen Ausnahmen dürfen Bürger aus EU-Staaten seither hier arbeiten. Kontingente und andere Zugangsbeschränkungen sind Geschichte.

Wie wirkt sich diese Einwanderung auf den Schweizer Arbeitsmarkt aus? Drücken die zugezogenen EU-Bürger die Löhne? Der Bund lässt diese Fragen regelmässig untersuchen. Erneut liegt nun eine Studie vor, erstellt von der Universität Genf im Auftrag des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco). Der Untersuchung zufolge sind die Löhne in den vergangenen Jahren nicht nennenswert gedrückt worden.

Ausnahmen in beide Richtungen

Einzige Ausnahme sind Arbeitnehmende mit einer höheren Ausbildung. Sie hätten der Studie zufolge knapp zwei Prozent mehr Lohn erzielen können, hätte es die Personenfreizügigkeit nicht gegeben. Auf andere Berufsgruppen habe sich die Öffnung des Arbeitsmarkts hingegen sogar leicht positiv ausgewirkt.

Die Studie der Uni Genf ist nicht die erste Untersuchung, die zu diesem Schluss kommt. Die Untersuchungen widerlegen die oft gehörte Kritik, die Öffnung des Arbeitsmarktes habe einen negativen Einfluss auf die Löhne in der Schweiz.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Rainer Fauser, Augsburg
    Die Studie nimmt lediglich den Medianlohn als Masstab, differenziert aber nicht regional. An den Grenzen lang sind die Löhne sehr wohl gesunken, was eindeutig auf die PFZ zurückzuführen ist. Siehe EU. Was an den Grenzen stattfindet, wird später zur Normalität überall. Bitte etwas vorsichtiger mit pauschalisierenden Verharmlosungen.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Dafür drücken sie die Qualität deutlich nach unten. Sogar in den Spitälern oder Praxen sinkt die Qualität. Das wussten wir aber schon vor 20 Jahren, auch unsere Politker! Nicht die Wirtschaftsbosse sind die wahren Abzocker, es sind die Politiker. Was die mit ihrem planlosen Handeln anrichten, ist mit Geld gar nicht erst wieder gut zu machen. Das die Politiker dafür pro Jahr deutlich mehr als jeder normale Arbeiter erhalten, ist die Krönung der Unverschämtheit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Ich habe innert 5 Jahren 2 x den Job verlohren, da bei einer Firma alle, und bei der anderen Firma viele ersetzt wurden durch Arbeiter eines bestimmten EU Landes Noertlich von Basel. Der Grund ist, der Lohn, sie Leben im Aussland, fahren ueber die Grenze, und Arbeiten hier in der Schweiz. Die Rechnung geht also nicht auf. Auch die Loehne, frueher hatte ich mehr fuer meine Arbeit erhalten, nun ist es ein 0-8-15 Lohn den ich erhalte, weil niemand sich mehr leisten kann trotz Diplom u. Zertifikate
    Ablehnen den Kommentar ablehnen