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Staatsanwaltschaft ermittelt Arbeitslosenkasse Waadt offenbar um Millionen betrogen

Legende: Video Millionenbetrug in der Waadt befürchtet abspielen. Laufzeit 01:40 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 27.04.2017.
  • Die Arbeitslosenkasse des Kantons Waadt ist vermutlich Opfer eines grossen Betrugs geworden. Mehrere Millionen Franken könnten gestohlen worden sein.
  • Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen rund 20 Baufirmen sowie zwei Angestellte der Unia.
  • Zwischen Dienstag und Donnerstag dieser Woche seien in mehreren Kantonen Hausdurchsuchungen durchgeführt und Personen festgenommen worden, teilte die Behörde mit.

Laut bisherigen Erkenntnissen wurden der Arbeitslosenkasse eine grosse Anzahl von Arbeitern auf missbräuchliche Art gemeldet, indem falsche Angaben zu ihrem Anstellungsverhältnis gemacht wurden. Auf diese Weise gingen der Kasse vermutlich Millionen verloren.

Die mutmasslichen Betrüger haben offenbar fiktive Mitarbeiter bei der Arbeitslosenkasse als arbeitslos gemeldet und die Insolvenzentschädigung für sich kassiert. Rund vier Jahre dauerte dieser Schwindel. «Da kommen schon einige Millionen zusammen», sagt SRF-Korrespondentin Valentina De Vos.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Unia-Angestellte

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Waadt hat ein Verfahren gegen zwei Mitarbeiter der Gewerkschaft Unia wegen angeblicher Unregelmässigkeiten mit Geldern der kantonalen Arbeitslosenkasse (Insolvenzentschädigungen) eingeleitet. Die Gewerkschaft verfügt nach eigenen Angaben derzeit über keine weiteren Informationen.

Wie die Unia mitteilt, habe sie Interesse daran, «dass die Vorwürfe rasch und vollumfänglich aufgedeckt werden». Die betroffenen Personen wurden umgehend freigestellt. Sollten die Vorwürfe zutreffen, werden sie fristlos entlassen.

Bis weitere Informationen vorliegen, gilt jedoch für die Beschuldigten die Unschuldsvermutung.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Das unendliche "Tanzen um's goldene Kalb" der Wachstums-Wirtschaft, produziert mit dieser Aufblähung (mit Ausländer, Scheinfirmen, Schwarzarbeit, etc.), auf "beiden Seiten" schnell mal auch solche kriminellen Machenschaften! Da sind neben "gaunerhaften" Unternehmer, auch "Gewerkschafts-Angestellte" genau gleich schnell bereit, in solchen "Dreckgeschäften" mitzumachen und zu profitieren! Fazit: Linke "Gutmenschen" können auch schnell zu "Schlechtmenschen" werden, wenn es um den "Stutz" geht!
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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wie ist das möglich? Bekannt ist, dass im Sozialwesen der Schweiz, ebenfalls ein jahrelanges "Unwesen" herrscht, zu viele "ungeeignete" Leute sitzen, wodurch "Schwachstellen" entstanden sind.....Wo sind sie, die effizienten Kontrollen?? Wo die dafür notwendigen, wirklich kompetenten Personen im teuren, riesigen Verwaltungsapparat der Schweiz??
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  • Kommentar von Urs Dupont (udupont)
    Dass Baufirmen und Gastgewerbe, die ALV - vor allem im Zusammenhang mit ausländischen Arbeitskräften - missbrauchen, ist ja seit Jahrzehnten bekannt und trotzdem wird kaum etwas dagegen unternommen.
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    1. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Sicher, die Kasse hatte ja Geld zum Verschleudern. Jetzt weniger. Ich bin mir sicher, ohne Spardruck hätte man diesen Fall auch nicht aufgedeckt. Weitere Entdeckungen dürften folgen.
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