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Schweiz Armee vermisst neben Sprengstoff auch Handgranaten

Die Materialverluste der Schweizer Armee in der Kaserne Aarau scheinen grösser zu sein als zunächst angenommen. Neben Sprengstoff fehlen auch Handgranaten.

Legende: Video Militärjustiz ermittelt wegen Materialverlusten abspielen. Laufzeit 0:59 Minuten.
Aus Tagesschau am Vorabend vom 15.09.2016.

In der Durchdiener-Rekrutenschule in Aarau werden nicht nur mehrere Kilogramm Sprengstoff vermisst, sondern auch Handgranaten. Die Militärjustiz hat gegenüber SRF eine entsprechende Meldung der «Basler Zeitung» bestätigt. Bei den Handgranaten handle es sich um neuere Waffen des Typs Explosiv-Übungshandgranaten 11 (EUHG 11), sagt Militärjustiz-Sprecher Tobias Kühne im Interview mit der «Tagesschau».

Zudem fehlten auch Sprengstoff, Zündschnüre und Sprengkapseln. Betroffen seien mehrere Munitions-Lagerstätten der Rekrutenschule Aarau. Ob es sich um einen grösseren Fall oder mehrere Einzelfälle handelt, ist zurzeit noch unklar. Die Militärjustiz untersucht in alle Richtungen. Gemäss Informationen der «Tagesschau» werden insgesamt Sprengmittel mit einem Gewicht von über 10 Kilogramm vermisst.

Anfang Woche hatte das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) mitgeteilt, dass in Aarau mehrere Kilogramm Sprengstoff vermisst würden. Der mutmassliche Verlust wurde bei einer Inventarisierung des Munitionsdepots festgestellt.

25 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Eine weitere "Lachnummer" der Schweizer Armee!!
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  • Kommentar von W. Pip (W. Pip)
    Es wird immer besser. Eine Amateurtruppe mit zweifelhaftem Sicherheitsverständnis als Selbstbedienungsladen für Explosivstoffe. Herrlich. Aber das Nachrichtendienstgesetz so verschärfen wollen, dass es in jede private Ritze dringen kann. Was für ein Bananenstaat ist das eigentlich geworden?
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Es gibt Bereiche in der Armee, die von Profis geführt und verantwortlich sein sollten. Qualität geht da eindeutig vor Quantität. Ein wesentlicher Teil des Armeekonzepts leidet unter Alten Zöpfen, die das Potential ihrer Teilnehmer lieber gleich machen, statt von ihnen zu profitieren. Wenn man nicht das Gute fördert, ist die "beste Armee der Welt" ein unwirklicher Wunsch. Positive Entwicklung fördert man, in dem man Innovative gewähren lässt.
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    1. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Meine Zeiten als Offizier sind zwar schon seit längerem vorüber, dennoch behaupte ich mal, dass früher, als das Gros des Armeekaders aus Milizoffizieren bestand, bessere Ordnung geherrscht hat. Letztendlich hatte das Milizkader auch in der zivilen Welt Führungsaufgaben und Verantwortung wahrzunehmen. Heute ist die Armee bis fast auf Stufe Kompaniekommandant professionalisiert, sprich nur noch Militärköpfe, die in der zivilen Welt keine Verantwortung tragen müssen.
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    2. Antwort von Jean-Philippe Ducrey (Jean-Philippe Ducrey)
      Ein weiterer Punkt ist, dass heute massiv zu schnell befördert wird. An allen Posten sitzen de facto nur Durchlauferhitzer, die nur auf die nächste Beförderung warten. So entsteht Schlendrian, nach dem Motto: Nach mir die Sintflut. Schaut man sich all die Abstellgleis-Oberst im Berner Pentagon an und deren Aufgaben, so wird einem übel. Früher wurde man mit 50 Schulkommandant und blieb dort 10-15 Jahre, heute wird's man mit 30 und bleibt maximal 2 Jahre.
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