Asylunterkünfte werden künftig von verschiedenen Firmen überwacht

Bisher betreute eine Sicherheitsfirma die Asylzentren des Landes. Ab 2014 wird sich das ändern. Dann sind sechs verschiedene Firmen für Patrouillen im Umfeld der Zentren und den Sicherheitsdienst innerhalb der Anlagen zuständig.

Der Leistungsauftrag für Sicherheitsdienstleistungen hätte seit 1996 laut Gesetz alle fünf Jahre ausgeschrieben werden müssen. Das hatte eine Evaluation 2012 ergeben. In der Folge erfolgte eine Ausschreibung.

Neue Aufteilung tritt 2014 in Kraft

Das Bundesamt für Migration (BFM) erhielt daraufhin 23 Angebote von 12 verschiedenen Anbietern. Die seit über 20 Jahren in allen Zentren tätige Firma ORS betreut künftig nur noch die Asylzentren in Basel, Vallorbe (VD) und Chiasso (TI).

In Kreuzlingen (TG) und Altstätten (SG) übernimmt neu die Asyl-Organisation Zürich die Betreuung, eine öffentlich-rechtliche Organisation der Stadt Zürich.

Die Sicherheitsdienstleistungen im Logenbetrieb erbringen künftig Securitas und Abacon Sicherheit. Für die Patrouillen im Umfeld sind die Abacon Sicherheit, Juggers Securité, Securitas und Prosegur zuständig.

Evaluiert worden seien die günstigsten Angebote. Die Verträge treten am 1. Januar 2014 in Kraft.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Simonetta Sommaruga am Asylsymposium in Bern

    Aus Tagesschau vom 31.1.2013

    Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat sich heute am Asylsymposium in Bern zur Schweizer Flüchtlingspolitik im zweiten Weltkrieg geäussert und damit nachgeholt, was Bundespräsident Ueli Maurer am Holocaust Gedenktag zu sagen unterliess. Am Asylsymposium in Bern ging es aber vor allem um die geplante Asylrevision. Einzelne Verfahren sollen nur noch einhundert Tage dauern und Asylsuchende erhalten verstärkten Rechtsbeistand. Information heisst das Zauberwort, wenn es um den Widerstand der Bevölkerung gegen Asylunterkünfte geht.

  • 2013: 30‘000 Asylbewerber erwartet

    Aus 10vor10 vom 15.1.2013

    Die Kantone müssen dem Bund weitere Asylunterkünfte zur Verfügung stellen, um die erwarteten Bewerber unterzubringen. 880 Millionen Franken sind dafür vorgesehen. Insgesamt wird das Asylwesen den Bund 2013 voraussichtlich rund 1,25 Milliarden Franken kosten.