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Schweiz Bauern freuen sich nicht so richtig über Rekordernte

Die Zucker-Silos in der Schweiz sind wieder randvoll. Nach einer schlechten Ernte im vergangenen Jahr verzeichnen die Zuckerrübenbauern heuer einen neuen Rekord. So richtig Freude kommt bei den Produzenten aber nicht auf.

Berg von Zuckerrüben.
Legende: Rund 1,9 Millionen Tonnen Rüben wurden in diesem Jahr geerntet. Keystone

Rund 300'000 Tonnen Zucker wurden in diesem Jahr produziert – so viel wie noch nie. Der aktuelle Preiszerfall schmälert aber das gute Jahresergebnis.

Der Preis für eine Tonne Zucker sei in Europa innerhalb eines Jahres von 700 auf 500 Euro gesunken, schreibt der Schweizerische Verband der Zuckerrübenpflanzer (SVZ) in einer Mitteilung. «Da wir keinen Grenzschutz haben, müssen wir auch in der Schweiz die Preise herunterfahren», sagte SVZ-Präsident Samuel Keiser.

Die Interprofession Zucker, das Gremium von Produzenten und der Zuckerindustrie, hat sich auf eine Reduktion des Richtpreises um 15 Prozent geeinigt. Da auch die Einzelkulturbeiträge gesenkt werden, müssen Pflanzer mit Einbussen von rund 1300 Franken pro Hektar rechnen. Im Jahr 2015 möchte die Interprofession die Anbauflächen leicht reduzieren. Dabei setzt sie vor allem auf freiwillige Stilllegungen von Flächen.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Christophe Bühler, Langnau am Albis
    Rohrzucker ist besser als CH-Zucker, wobei Zucker ja sehr ungesund sein soll. Wozu braucht es da subventionierten Schweizer Zucker.
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  • Kommentar von Hans-Jörg Farni, Oberengstringen
    Kopf hoch, arme Bauern: bei der nächsten Budgetplannung in Bern einfach weiterjammern, dann könnt ihr euch selbst wieder ein paar hundert Millionen mehr zusprechen. Aber Vorsicht: der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Ich jedenfalls werde - Parteizugehörigkeit hin oder her - keine Bauern mehr ins Parlament wählen.
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    1. Antwort von Andreas Buri, Konolfingen
      Herr Farni auch bei den Bauern wird gespart. Es stimmt das es eine Erhöhung der Summe im Budget für die Bauern gab, aber das Budget hatte die Zahlungen für die Bauern bereits enorm gesenkt. Fazit die Bauern bekommen weniger Geld als letztes Jahr, aber wenn sie finden das die Bauern immer noch zu viel erhalten, dann können sie sich mit dem Gedanken befassen, dass wenn es nach ihrer Meinung ginge, es schon bald keine Bauern mehr geben wird.
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    2. Antwort von Hans-Jörg Farni, Oberengstringen
      Genau solche Aussagen, Herr Buri, sind der Grund meines Unmutes: zwischen "keine Bauern mehr" und Subventionen von 3600 Millionen Franken Steuergeldern gibt es noch etliche Abstufungen.
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    3. Antwort von Elmar Hutter, Bad Ragaz
      Was soll dieses ewige Jammern gegen die Bauern! Die Hauptprofite bei der Nahrungsproduktion werden nicht auf den Bauernhöfen gemacht. Nur ein kleiner Teil unserer Löhne brauchen wir übrigens für unsere Ernährung. Auch die Löhne ausserhalb der Landwirtschaft sind in der Schweiz höher als im Ausland. Zudem werden die Direktzahlungen auch für ökologische Leistungen der Landwirte erbracht, von denen wir alle profitieren.
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    4. Antwort von bart wakker, zuerich
      @Hutter: aber es wird immer mit den armen Bauern argumentiert, wenn wieder Zölle und einfuhrbeschränkungen gemacht werden. Wenn diesen Schutz wirklich nicht den Bauern, sondern einigen Händlern und Verarbeiter zugute kommt, sind diese Argumente eine Lüge. Und so bekommen die Bauern den Ruf, und händevoll Geld zu kosten. Vielleicht zu unrecht, aber dann sollte man nicht mehr mit diesen Argumenten es den Bürgern schwer machen.
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  • Kommentar von marco bieri, bern
    Zucker ist ja gar nicht Gesund ich Esse pro Jahr höchstens 1kg Zucker Stevia ist viel besser.
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