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Legende: Video Goldgrube Hanf abspielen. Laufzeit 01:43 Minuten.
Aus Tagesschau vom 17.04.2016.
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Schweiz Bauern liebäugeln mit dem Hanfanbau

In der Schweiz konsumieren mindestens 300'000 Menschen regelmässig Cannabis – ein lukrativer Markt, der auch bei Schweizer Bauern auf Interesse stösst. Doch innerhalb des Bauernverbands ist man sich offenbar nicht einig, ob Hanf nun Fluch oder Segen ist.

Hanfanbau und Besitz sind in der Schweiz strafbar. Seit einige Städte ihre Pilotprojekte für einen legalen Cannabis-Konsum vorgestellt haben, wittern jedoch auch Schweizer Bauern das Geschäft mit dem grünen Kraut. Das schreibt die Zeitung «Schweiz am Sonntag».

Gefahr von Diebstahl wäre gross

Doch innerhalb des Bauernverbands ist man sich offenbar nicht einig, was den Anbau von Hanf anbelangt. Auf der einen Seite haben Dutzende Bauern bereits ihr Interesse bekundet. Andreas Wyss, Geschäftsführer des Berner Bauernverbandes, sagt: «Sie wollten wissen, woher man eine Bewilligung bekommt, um Hanf anbauen zu können». Das Interesse sei da, Alternativen zur besiherigen Produktion zu finden.

Für Markus Ritter, Präsident des Schweizer Bauernverbandes, dagegen wäre das keine gute Entwicklung: «Die Hauptaufgabe der Schweizer Landwirtschaft ist es, gesunde und regionale Lebensmittel für die Bevölkerung zu produzieren.» Es sei wichtig, dass die Bauern ihre Hauptaufgabe darin sähen. Zudem wäre der Hanfanbau nicht einfach umzusetzen. «Es wäre vor allem vor der Ernte schwierig, die Felder zu sichern – und die Gefahr des Diebstahls wäre sehr gross», meint Ritter.

Problemlos im Anbau

Die Sorge über Ernte-Diebstähle scheint auch für Andreas Wyss berechtigt. Dennoch macht für ihn der Hanfanbau Sinn. Denn Hanf ist relativ anspruchslos in der Produktion und kann auch in hügeligen Gegenden gut angebaut werden. «Aus meiner Sicht macht es Sinn, Dinge, die in der Schweiz konsumiert werden und hier produziert werden können, auch tatsächlich hier zu produzieren», so Wyss.

Wie lukrativ das Geschäft mit Drogenhanf wäre, darüber kann spekuliert werden. Mehr als etwa Weizen würde es allerdings einbringen.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen (ch)
    Den Kopf voller Haschisch, keine Probleme, keine Motivation. Sie schleichen nur noch durch Leben. Ich würde mich interessieren, wie gross der wirtschaftliche Schaden für die Schweiz ist, bloss durch die Minderleistung der Canabis-Konsumenten. Und nun gibt es ein paar ganz schlaue Bauern, die ganz gerne einen Batzen in diesem Trauerspiel mitverdienen möchten.
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  • Kommentar von M. Roe (M. Roe)
    Das ist doch nur lächerlich. Es werden nicht viele Bauern Cannabis anpflanzen müssen, damit es für medizinische Zwecke genügt. Man macht uns glauben, dass der ganze Cannabis Handel +Konsum für alle geöffnet werden sollte. Ich hoffe aber, dass unsere Politiker "noch" nicht so viel Cannabis nehmen, um so etwas zu fördern. Es ist aber klar, dass bei gewissen Krankheiten, insbesondere älteren Leute die nicht Drogenabhängig sind, dieses pflanzliche Mittel helfen kann. Dazu gibt es genügend Berichte.
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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Nicht nur meine Urgrossmutter, sondern auch alle alten Apotheker kannten noch die vielfältigen medizinischen Wirkungen von Cannabis. Dessen Oel war legal in kleinen Dosen in den braunen Glasfläschchen mit dem weissblauen Etikett und der klaren Aufschrift "Hanföl" in jeder Dorfapotheke zu kaufen. Zudem bietet die Hanffaser weitere industrielle Nutzungsmöglichkeiten. Es wäre allemal intelligenter, Kleider aus inländischer Produktion zu kaufen als aus Billiglohnländern zu importieren.
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