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Schweiz Berset will einen gesunden «Zmorge»

Der Schweizer Frühstückstisch soll gesünder werden. Bundesrat Alain Berset will führende Schweizer Nahrungsproduzenten dafür einspannen.

Kaffe, Orangensaft, Ei und Brot mit Marmelade.
Legende: Frühstück ohne Joghurt und Cerealien. Keystone

Der Frühstückstisch bei Herr und Frau Schweizer ist zu süss. Vor allem in Joghurts und Cerealien ist der Zuckeranteil sehr hoch. Bundesrat Alain Berset will daher führende Schweizer Nahrungsproduzenten dazu ermuntern, die Rezepturen zu überprüfen. Unterstützt werden sie dabei vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV).

Das Memorandum of Understanding (MoU) wurde im Schweizer Pavillon in Mailand unterzeichnet, Neben den Grossverteilern Migros und Coop haben sich unter anderem Nestlé Suisse S.A. und die Emmi Gruppe daran beteiligt.

Memorandum ohne Verpflichtung

Das MoU dient allerdings nur als Basis für die Erarbeitung von freiwilligen Aktionsversprechen im Rahmen der Initiative Actionsanté. In den nächsten vier Jahren soll der Zuckergehalt reduziert werden. Grundlage für das MoU ist der 6. Schweizerische Ernährungsbericht aus dem Jahr 2013. Dieser hat gezeigt, dass der Verzehr von Fertigprodukten und sogenanntem «Convenience-Food» in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

Die oft ungünstige Zusammensetzung der verarbeiteten Lebensmittel trägt dazu bei, dass mehr Energie, Salz, Fett und Zucker konsumiert wird als empfohlen. Die Folge ist eine Zunahme von Fettleibigkeit und nichtübertragbaren Krankheiten (NCD) wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Süss, süsser, ungesund

Nicht nur Joghurt und Müesli enthalten (zu)viel Zucker. Eine Bildergalerie süsser Nahrungsmittel.

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27 Kommentare

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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Na irgend was muss er ja tun.. Das Gesundheitssystem floppt, resp. wird immer teurer. Diesbezüglich muss er nun ein Verfahren einstellen lassen. Wahrscheinlich weil bei einem Urteil eigenes Fehlverhalten seiner Mitarbeiter zutage kommen würden. Da macht er halt einen auf Öko und lässt den Zucker reduzieren. Die Busse für eine Löffel Zucker zuviel beträgt dann 10 Tage Haft oder 2000.- in den Topf von Via Sicura, damit seine Kollegin auch was davon hat! Brauchen wir wirklich einen Kontrollstaat?
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    1. Antwort von JB Chardin, Basel
      Ich frage mich eher, weshalb man immer auf Teufel-komm-raus kritisieren muss, gar meint, es in's Lächerliche ziehen zu müssen, auch wenn es sich objektiv um eine gute Sache handelt, nur weil's etwa von Berset kommt ...? Wer blockiert denn im Ständerat und Parlament laufend Reformen zum Gesundheitswesen? Wer hatte die Möglichkeit von Medikamentparallelimporten weiterhin versenkt?
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  • Kommentar von Peter Escher, Leuk - Stadt
    J. Möhl, Oberhofen / .. wie wäre es, mit SELBER Zubereiten und nicht lediglich FERTIG -Produkte zu verwenden ?! ;-)
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    1. Antwort von J. Möhl, Oberhofen
      Das macht man z.T. automatisch, wenn man's nicht so kaufen kann...
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  • Kommentar von J. Möhl, Oberhofen
    Ich bin die Erste, die jubelt, wenn der Zuckergehalt in so manchen Nahrungsmitteln reduziert wird! Denn wenn ich als Mutter meine Verantwortung wahrnehmen will und meine Kinder gesund ernähren will, dann bleibt mir bei gewissen Produkten einfach nicht viel Auswahl.
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    1. Antwort von JB Chardin, Basel
      Das Anliegen Bersets kann ich nur voll umfänglich gutheissen - jedoch an mangelnder Auswahl kann ich mich nicht beklagen ... 99,nochwas% eines grossen M oder eines cooperativen Supermarktes bleiben bei mir eh unbesehen in deren Verkaufsregalen liegen - ist alles nur Nahrungsmüll oder unsinniger Schrott. Kochen macht Freude und da öffnen sich mit wenigen guten Zutaten und Grundnahrungsmitteln ganze neue Welten der Genüsse ...
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