Bund lockert Zulassung für manipulierte VW-Autos

Das Bundesamt für Strassen lockert das Zulassungsverbot für bestimmte Fahrzeuge des VW-Konzerns, die von der Abgas-Manipulation betroffen sind. In der Schweiz sind rund 180'000 Autos mit der manipulierten Software bestückt.

Auto mit Schlauch am Auspuff auf einer Testanlage, hinter dem Auto ein Mann, auf den Auspuff zeigt Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Die Abgaswerte sollten in der Schweiz bald wieder stimmen. Keystone

Nach dem Abgas-Skandal um Fahrzeuge aus dem VW-Konzern entspannt sich die Situation in der Schweiz für Autofahrer und Händler wieder. Freigegeben werden ab kommendem Montag Fahrzeuge, die noch vor dem 2. Oktober in die Schweiz eingeführt und verzollt worden sind. Sie sollen laut dem Bundesamt für Strassen (Astra) nun auf den Strassen verkehren dürfen, obwohl sie noch nicht umgerüstet wurden.

Rasche Nachrüstung erwartet

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Millionen Autos betroffen

Volkswagen hatte mit einer Software Abgastests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. In der Schweiz sind nach Astra-Angaben rund 180'000 Autos mit dieser Software bestückt. In Deutschland müssen 2,4 Millionen betroffene Autos zur Nachrüstung in die Werkstätten zurück. Weltweit sind 11 Millionen Fahrzeuge betroffen.

Das Astra begründet seinen Entscheid damit, dass die Behörden in Deutschland die Vorschläge des VW-Konzerns zur Nachrüstung der betroffenen Fahrzeuge genehmigt haben. Man gehe davon aus, dass die Nachrüstung nun auch in der Schweiz rasch erfolgen kann.

Der Generalimporteur Amag teilt dazu auf seiner Website mit, ab März werde mit der Nachrüstung begonnen. Die betroffenen Halter würden schriftlich informiert. Zudem will Amag den selbst erlassenen Verkaufsstopp für die wenigen hundert betroffenen Neuwagen wieder aufheben.

Caddy-Nutzfahrzeuge bleiben abseits der Strassen

Fahrzeuge, die erst nach dem 2. Oktober importiert und verzollt wurden, werden gemäss Astra erst nach der erforderlichen Umrüstaktion zugelassen. Laut Amag betrifft dies allerdings insgesamt nur 20 Fahrzeuge des Modells Caddy. Für diese Fahrzeuge gelte weiterhin der von der Amag verhängte Verkaufsstopp sowie das Zulassungsverbot.