Zum Inhalt springen

Kurse für Hund und Halter Bund mischt sich bei Hundehaltern nicht mehr ein

Ende Jahr endet das nationale Hundekurs-Obligatorium. Der Bundesrat hat die Tierschutzverordnung nach dem Willen des Parlaments entsprechend angepasst. Ungeachtet dessen hält die Landesregierung freiwillige Kurse gerade für Ersthalter als sinnvoll. Die Kantone können weiterhin Kurse vorschreiben.

Hundekurs.
Legende: Hundehalter mussten ab 2008 obligatorisch in einen Kurs. Doch allzu viele schwänzten. Keystone/Archiv
  • Die Vorgeschichte: Die landesweit obligatorische Ausbildung mit Sachkundenachweis (SKN) für Hundehalterinnen und -halter wurde 2008 aufgrund einer Motion eingeführt. Dieses Jahr nahm das Parlament die Motion «Aufhebung des Obligatoriums für Hundekurse» an. Ein Bericht des Bundes war zum Schluss gekommen, dass ein Fünftel aller Hundehalter den Kurs schwänzt. Ebenso konnte aufgrund der Kurse kein Rückgang der Hundeattacken belegt werden.
  • Der Beschluss des Bundesrats: Die Landesregierung hat am Mittwoch die Abschaffung der Kurse auf Landesebene beschlossen und damit den Parlamentsentscheid umgesetzt. Dazu wurde die Tierschutzverordnung entsprechend angepasst. Damit gibt es ab Anfang 2017 keine obligatorischen SKN-Hundekurse mehr.
  • Freiwillige Hundekurse: Der Bundesrat hält freiwillige Hundekurse für sinnvoll, insbesondere für Menschen, die zum ersten Mal einen Vierbeiner halten. Der Bundesrat betont, dass die SKN-Ausbildung sowohl bei den kantonalen Veterinärbehörden wie auch bei den Hundehaltern auf ein überwiegend positives Echo gestossen sei.
  • Das gilt weiterhin: Alle übrigen Tierschutzbestimmungen für die Hundehaltung bleiben in Kraft, etwa zu Sozialkontakt, Bewegung, Unterkunft, Umgang, Verantwortlichkeiten und Meldepflichten. Zudem können die Kantone aufgrund der kantonalen Gesetze auch nach Abschaffung des nationalen Obligatoriums Hundekurse vorschreiben.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

3 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Die Idee der Hunde-Erziehungskurse - respektive der Erziehung der Menschen, welche zukünftig mit einem Hund leben wollen, wäre unbedingt notwendig und tierschützerisch! Leider aber verfügen viele der Hunderziehungskurs-AnbieterInnen, nicht über die wirklich notwendigen Qualifikationen und vor allem auch "Eignung", um den zukünftigen Hundehaltern den adäquaten Umgang mit Hund beizubringen! Erziehung des Menschen, ist die Devise und der Hund soll den zukünftigen Menschen aussuchen! Das macht Sinn!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Wie kurzsichtig, einseitig und inkompetent von Bundesrat und seinen "Beratern"! 1. Es ist korrekt, dass es zu viele ungeeignte, inkompetente Hundekurs-LeiterInnen gibt, welchen es prioritär um die leichte Einnahmequelle geht/ging! 2. Ein adäquater HundebesitzerInnen-Kurs, welcher diesen aufzeigt, dass der Hund (wie ein Kind) funktionniert, wenn der Erwachsene erzogen ist und weiss, wie man mit Hund umgeht udn dessen Bedürfnisse!! Eine entsprechende Ausbildung, wäre dringend notwendig!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Verena Casagrande (Verena Casagrande)
    Das sind unsere Politiker einmal so und einmal anders. Jetzt weiss ich wenigstens warum man in der Politik nicht vorwärts kommt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen