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Schweiz Bund will E-Zigaretten strenger regulieren

Mit dem neuen Tabakgesetz will der Bund die E-Zigaretten gleich wie normale Zigaretten behandeln. Das zeigen Recherchen von «10vor10». Damit gelten künftig für E-Zigaretten die gleichen Regeln wie für herkömmliche Rauchwaren.

Legende: Video Streit um e-Zigaretten abspielen. Laufzeit 03:09 Minuten.
Aus 10vor10 vom 07.02.2014.

Dampfen statt rauchen: E-Zigaretten sind heute rechtlich weniger streng reguliert als normale Rauchwaren. Das möchte das Bundesamt für Gesundheit mit dem neuen Tabakgesetz ändern: Wie Recherchen von «10vor10» zeigen, sollen E-Zigaretten künftig genau gleich wie herkömmliche Tabakprodukte behandelt werden. «Auch E-Zigaretten machen süchtig», sagt dazu Yvonne Gilli. Die Grüne Nationalrätin und Ärztin begrüsst deshalb diese Pläne des Bundes.

«E-Zigaretten stossen vor allem Wasserdampf aus und sind für Leute gemacht, die nicht mehr herkömmliche Zigaretten rauchen möchten», kritisiert SVP-Nationalrat Gregor Rutz. Er findet die neue Regelung völlig übertrieben und zeigt sich «enttäuscht» vom Bundesamt für Gesundheit.

Umstrittenes Werbeverbot für Zigaretten

Wie «10vor10» bereits am Donnerstag berichtete, will der Bund mit dem neuen Tabakgesetz auch ein strenges Werbeverbot erlassen. Neu sollen Tabakprodukte nicht mehr in Zeitungen, auf Plakatwänden und auch nicht mehr im Kino beworben werden.

Für CVP-Ständerat Filippo Lombardi, Präsident des Verbandes Werbung Schweiz, geht das zu weit: «Die Werbebranche findet es schlecht, dass man eine gesundheitspolitische Frage mit einem Werbeverbot lösen will.»

Sehr gut findet das geplant Werbeverbot hingegen SP-Nationalrätin Bea Heim: «Die Gesundheit der Bevölkerung ist wichtiger als die Gewerbefreiheit», sagt sie gegenüber «10vor10». Zigaretten würden hohe Gesundheitskosten verursachen. Es sei falsch, dass sie mit Werbung angepriesen werden dürften.

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21 Kommentare

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  • Kommentar von Kai-Uwe Neufeldt, Metzingen
    Rauchwaren, österreichisch auch Rauwaren, sind zugerichtete gegerbte, noch nicht zu Pelz verarbeitete Tierfelle.
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  • Kommentar von Paul Ogi, Bern
    Eigentlich müsste man Mineralwasser gesetzlich mit Alkohol gleichstellen. Das wäre genau so legal, wie das mit den eZigaretten. Denn Mineralwasser enthält genau gleich viel Anteil Alkohol, wie eZigarette Tabak. Denken ist meistens Glücksache. Vor allem bei Politiker.
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    1. Antwort von C. Weiss, Tanndorf
      Ja genau, guter Gedanke! Wenn man noch etwas weiter denkt, stelle man sich vor was passiert, wenn man dieses Mineralwasser erhitzt! Es fängt an zu dampfen! Also ganz klar ein weiterer Grund es mit der Tabaksteuer zu belasten! Ist doch logisch!
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  • Kommentar von Johann Rutz, St. Gallen
    Wie immer reden Politiker von Dingen die sie nicht verstehen und behaupten Sachen die einfach nicht stimmen. EZiggis machen definitiv nicht süchtig und stossen auch keinen Wasserdampf aus Ich bin mit EZigi nach nur 5 Wochen nach über 25 Jahren von richtigen Zigaretten.weggekommen. Dass ich jetzt süchtig nach dem Liquid Geschmack von Pfefferminz, Aprikose oder Erdbeer bin, konnte ich bisher nicht feststellen. Zudem gibt es keine Beweise für eine Schädlichkeit von EZiggis
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