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Schweiz Bund will im Asylwesen mit NGO kooperieren

Justizministerin Simonetta Sommaruga will mehr Mitsprache im Asylwesen. Nichtstaatliche Organisationen sollen in den Prozess miteinbezogen werden. Bern erhofft sich so auch Einsparungen.

Nichtstaatlichen Organisationen (NGO) sollen bei der Neuorganisation des Asylwesens eine wichtige Rolle zukommen. Dies sagte Bundesrätin Simonetta Sommaruga am 5. Schweizer Asylsymposium in Bern. «Ohne die Arbeit der NGO wäre das Asylwesen wesentlich teurer und technokratischer.»

Legende: Video Sommaruga zur Schweizer Flüchtlingspolitik. abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus Tagesschau vom 31.01.2013.

Sommaruga machte aber keine konkreten Angaben, wie eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Bund und NGO aussehen soll. «Die Form der Beteiligung müssen wir noch diskutieren», sagte sie. Für die Justizministerin ist dabei klar: «Der Staat muss die nichtstaatlichen Organisationen für ihre Arbeit finanziell entschädigen.»

EJPD offen für Kritik

Ein wichtiger Punkt für den Einbezug der NGO ins Asylsystem ist laut Sommaruga «ein Misstrauen der Gesellschaft gegenüber dem Asylwesen». Deshalb müsse das Vertrauen zwischen Behörden und nichtstaatlichen Organisationen – als Vertreter der Zivilgesellschaft – gestärkt werden, sagte Sommaruga.

Die Bundesrätin zeigte sich denn auch offen gegenüber der Kritik mehrerer NGO am neuen Asylverfahren, das letzte Woche vorgestellt wurde. Die Flüchtlingsorganisationen hatten bemängelt, dass der kostenlose Rechtsschutz im neuen Verfahren nicht für alle Asylsuchende gelten solle. «Wir wollen das nochmals anschauen», sagte Sommaruga dazu.

Rund 280 Fachleute beschäftigten sich am zweitägigen Asylsymposium mit dem neuen Asylsystem, wie die Schweizerische Flüchtlingshilfe und das UNO-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) mitteilten. Die beiden Organisationen führen das Symposium im Zweijahres-Rhythmus durch.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Na ja es wird von den Bundes-Frauen in Bern mit Eifer gesucht, wie das Volk noch mehr abgezockt werden kann. Macht nur weiter so. Ich frage mich wo dieser Verhältnis-Blödsinn der drei Bundesrätinnen noch hinführt. Alle drei sind in meinen Augen unfähig.
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  • Kommentar von Marlene Zelger, 6370 Stans
    In der 300 Seelengemeinde Le Rochat, soll ein Asylzentrum für 150 Asylanten eingerichtet werden. ein totaler Verhältnisblödsinn. Die Einwohner haben nichts mehr zu sagen. Die Schweiz wurde in Sachen Asylzentrum mundtot gemacht. Die Schweiz ist zu einem Diktaturstaat geworden. Wir haben unsere Landesväter und -mütter an die Ausländer, Asylanten und Flüchtlinge verloren. Aber das Geld für das sündhaft teure Asylwesen nimmt man, ebenfalls ohne uns zu fragen, aus "unserer" Kasse. Kopfschü...
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  • Kommentar von Fritz Däpp, Kiesen
    Wow, grossartige Aussage: wer Schutz braucht, kriegt ihn hier in der Schweiz. Und ein jeder reist zuvor durch mindestens einen EU-Staat, der die ungewollten Anklopfer nicht wollen sondern sie Richtung CH weiterleiten. Kein Journalist stellt je die Frage aller Fragen: wie kommen denn die Notleidenden in die CH ? Und warum ist humanitäre Hilfe bei all unseren Nachbarn (Schengen-Partner) ein Fremdwort ???
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    1. Antwort von Franz NANNI, Nelspruit SA
      Eigentlich, (Falschinfo vorbehalten), sollten die Fluechtlinge von Erstland das sie erreichen aufgenommen werden, aber dass sich DL wie Italien etc nicht daran halten ist verstaendlich, solange die liebe Schweiz soooo lieb ist. UND SOOO DUMM! Andernseits, wer wirklich (WIRKLICH) Schutz NOETIG hat soll ihn bekommen!
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