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Schweiz Bundespräsident beschwört Wurzeln, Werte und Weitsicht

Die Wurzeln pflegen, sich auf die eigenen Werte besinnen und Weitsicht. Das sei das Rezept für die Zukunft der Schweiz, sagte Bundespräsident Ueli Maurer am Festakt des Eidgenössischen Schwingfestes.

Legende: Video «Rede von Ueli Maurer am ESAF» abspielen. Laufzeit 7:07 Minuten.
Vom 01.09.2013.

Bei Sturm brauche jeder Baum starke Wurzeln, sagte Ueli Maurer in seiner Festrede am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest (ESAF) im bernischen Burgdorf. Das sei auch bei einem Land nicht anders. Den Wurzeln gelte es Sorge zu tragen, «gerade jetzt, wo sich um uns herum viel bewegt», betonte der Bundespräsident.

Er freue sich, dass heute wieder viele Menschen das Bedürfnis hätten, nach den Wurzeln und der Herkunft des Landes zu suchen, führte Maurer aus. Noch vor einigen Jahrzehnten sei zum Beispiels das Schwingen als etwas Ländliches, ja Hinterwäldlerisches angesehen worden, heute sei dies ganz anders. Eine Wurzel der Schweiz sei stets auch die Freiheit gewesen.

Maurer appelliert an Eigenverantwortung

«Dieser Wurzel müssen wir Sorge tragen», sagte Maurer. Die Schweiz habe stets gewusst, dass sie fleissiger sein müsse, um Erfolg zu haben. Aber auch Bescheidenheit sei ein schweizerischer Wert. Eine der grössten Tugenden des Landes sei die Eigenverantwortung, führte Maurer aus. Dies seien alles Werte, die sich am Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest fänden.

Ein solches Fest könne nur stattfinden, wenn alle einander helfen würden und versuchten, mehr zu machen, als unbedingt nötig. Schliesslich brauche es aber auch Weitblick, betonte Maurer. Derzeit werde ja etwa die Zukunft des Schwing- und Älplerfests diskutiert. Die Frage sei gestellt, ob es zu gross und zu kommerziell sei, ob nun eine Grenze überschritten worden sei.

Feierliche Fahnenübergabe

Wenn man auf die Wurzeln baue, die Werte berücksichtige und mit Weitsicht agiere, werde man den Weg finden, zeigte sich der Bundespräsident überzeugt. Auch die Schweiz brauche Weitblick und Balance, «immer im Wissen woher wir kommen».

Am Festakt präsentierte sich das Emmental nochmals von seiner traditionellen Seite mit Musik- und Turndarbietungen. Schliesslich konnte der OK-Präsident des Burgdorfer Fests offiziell die Fahne von den Veranstaltern des letzten «Eidgenössischen» in Frauenfeld übernehmen.

22 Kommentare

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  • Kommentar von D. Gartmann, Chur
    Schade, dass eine Rede die für das ESAF 2013 geschrieben wurde nun "politisch" ausgebeint wird. Dem Anlass entsprechend wurde auf Wurzeln und Werte angesprochen für die der Schwingsport lebt. Also passend. Ausserdem wird die Schweiz nicht durch Reden und Polemik geführt sondern durch Entscheide und Diskussionen. Entscheide an der Urne (durch uns) oder in den beiden Kammern. Darum: gut gesprochen Ueli Maurer
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  • Kommentar von Thomas Wanner, Aarau
    Also, und was ist mit den Verdingkindern ? Welche Werte gelten für sie ? Vergessen, unter den Teppich wischen, um zu vertuschen, dass v.a. SVP-nahe Kreise in der Verantwortung stehen und zahlen sollten ?
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    1. Antwort von Lucas Kunz, Sallneck
      Ja, in Anbetracht U.Ms. Rede von den Werten ... Blablabla ... und den Verdingkindern, ist er nun einer Antwort schuldig! Also Herr Maurer: bitte, wir warten ... aber doch hoffentlich nicht vergebens?
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    2. Antwort von Marlies Artho, Schmerikon
      T. Wanner und L. Kunz Was hat diese Rede mit den Verdingkinder zu tun? Wer war damals Schuld? Es ist zu einfach die Schuld auf die SVP zu richten, nur weil man glaubt die können dies ja mit Geld richten, denn allein Geld, heilt die Wunden nicht. Die Verantwortung, fürs Leben kann man nicht abgeben und dafür Schuldige suchen,die es richten sollen. Frau Somaruga hat sich ja bei den "Verdingkindern" entschuldigt. Die glücklichen, die ihr Leben trotzdem geschafft haben, haben ihre Werte erkannt.
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  • Kommentar von Paul Soltermann, Fuqing
    wewewe ... statt blablabla die Darbietung von Maurer hat (von mir) dank dem "Sprachrohr-Griff" die Note 8.50 reichlich verdient ... Wurzeln , Werte ... und (im Hinterkopf) W wie Wehklagen, weil die reale Schweiz nicht wie der Schwingersport , ohne Auslaender existieren kann.
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    1. Antwort von Hans-Jörg Völker, Mexico-City
      das mag zutreffen für die 60/70 Jahre,jetzt brauchen wir keine neuen mehr,die Hälfte der Asylanten sind ja Kriminelle,die dem Staat sehr!!!!!viel Geld kosten und wer ist der Staat ? die Steuerzahler !!!!!
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    2. Antwort von hans-Jörg Völker, Mexico - City
      das mag zutreffen für die 60/70 Jahre,jetzt haben wir genug. Die Hälfte der Ausländer die jetzt zu uns kommen sind Asylanten,die nur von den Steuern des Volkes leben und wie viele von diesen sind kriminell ?????? Haben wir nicht genug Zecken,die uns nur aussaugen???????
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