Bundesrat beschliesst Olympiafinanzierung

Der Bundesrat steht hinter der Kandidatur der Olympischen Winterspiele 2022 in Graubünden. Er hat die Beiträge zur Unterstützung gutgeheissen und legt die Botschaft nun dem Parlament vor.

St. Moritz Bad, unten, und Dorf, oben, im Winter. (keystone) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: St. Moritz wäre bei einem Zuschlag für die Olympischen Winterspiele bereits zum dritten Mal Olympia-Gastgeber. keystone

Zur Unterstützung der Kandidatur St. Moritz/Davos als «Graubünden 2022» beantragt der Bundesrat dem Parlament einen Verpflichtungskredit von 30 Millionen Franken. Die Kosten der Kandidatur werden auf insgesamt 60 Millionen Franken veranschlagt.

Weiter beantragt der Bundesrat dem Parlament einen Verpflichtungskredit von einer Milliarde Franken als Beitrag an die ungedeckten Kosten für die Organisation und Durchführung der Spiele. Die Berechnungen gehen von Gesamtausgaben in der Höhe von 2,8 Milliarden Franken aus.

Was Parteien wollen, ist noch unklar

Sollte die Schweiz vom Internationalen Olympischen Komitee im Jahr 2015 den Zuschlag erhalten, will der Bundesrat dem Parlament eine Durchführungsbotschaft vorlegen, in der die Verwendung des Kredits und die Projektaufsicht durch den Bund geregelt wird.

In der Anhörung waren die Pläne des Bundesrates auf Kritik gestossen. Seitens der Parteien überwogen die kritischen Stimmen. Das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hält in der Mitteilung indes fest, dass eine Mehrheit die Durchführung Olympischer Spiele grundsätzlich begrüsse. Kritisiert worden sei vor allem das kurze Vernehmlassungsverfahren.