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Schweiz Bundesrat bi de Lüt

Die wöchentliche Bundesratssitzung gehört zum politischen Alltag der Schweiz. Mittwoch für Mittwoch kommen die sieben Mitglieder der Regierung in Bern zusammen. Zuweilen jedoch verlässt das Kabinett das Bundeshaus und trifft sich zu einer Sitzung «extra muros».

Die Wortkombination «extra muros» kommt aus dem Lateinischen und heisst so viel wie «ausserhalb der Mauern». In der Antike und im Mittelalter hatte das grosse Bedeutung: Weil Quartiere ausserhalb der Stadtmauern nicht den gleichen Schutz genossen wie jene «intra muros», also innerhalb der Mauern.

Als die Städte nach und nach begannen, ihre Stadtmauern niederzureissen, nahm der Begriff «extra muros» eine allgemeinere Bedeutung an: draussen, in der Öffentlichkeit, beim Volk.

Und darum geht es auch dem Bundesrat: Er will näher zu den Leuten. Gemäss offizieller Mitteilung geht es bei den Bundesratssitzungen ausserhalb der Mauern des Bundeshauses darum, «die Verbundenheit mit den verschiedenen Regionen des Landes zum Ausdruck zu bringen».

Bis zu drei Sitzungen pro Jahr in der Fremde

Alt ist dieser Brauch noch nicht: Doris Leuthard war die Erste, die eine Bundesratssitzung «extra muros» veranlasste. Das war 2010. Die damalige Bundespräsidentin liess die Sitzung im Tessin durchführen. Sie sollte ein Zeichen dafür sein, dass die italienischsprachige Schweiz in Bundesbern nicht zu kurz komme.

Seither finden eine bis drei Bundesratssitzungen im Jahr in den Regionen statt. Schön föderalistisch wurden alle Regionen berücksichtigt, etwa der Jura, das Wallis, die Nord- und die Innerschweiz. Heute ist Schwyz an der Reihe – einer der Gründerkantone der Eidgenossenschaft.

Bürger nutzen Volksnähe der Politiker

Die Nähe zum Volk hat dem Bundesrat bisher nie geschadet: Mit faulen Eiern oder Tomaten beworfen wurde die Landesregierung bei ihren Sitzungen in den Regionen noch nie.

Audio
Der Bundesrat tagt heute «extra muros» in Schwyz
02:08 min, aus SRF 4 News aktuell vom 16.04.2014.
abspielen. Laufzeit 02:08 Minuten.

Im Gegenteil: Gewisse Bürger nehmen die Volksnähe der Regierung gar wörtlich: Vor einem Jahr bei der Bundesratssitzung in der Waadt hielt ein junger Mann ein Plakat in die Höhe mit den Worten: «Ich heirate. Bitte ein Küsschen.» Doris Leuthard gab dem Mann spontan ein Bisou – und Alain Berset ebenso!

Hier tagte der BR

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  • 23.06.2010: Bellinzona (TI)
  • 24.11.2010: Delsberg (JU)
  • 30.03.2011: Altdorf (UR)
  • 19.10.2011: Basel
  • 17.08.2011: Siders (VS)
  • 28.03.2012: Schaffhausen
  • 24.04.2013: Nyon (VD)
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4 Kommentare

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  • Kommentar von Reto Eisenegger , Mettmenstetten
    Ich bin stolz, dass wir einen Bundesrat haben, der die Volksnähe und den Dialog sucht. In welchem anderen Land wäre so etwas überhaupt möglich/denkbar?
  • Kommentar von Franz NANNI , Nelspruit SA
    Da war doch geschrieben heute Morgen: Bundesrat extra muros... und das gedacht.. wenn er sooo weitermacht vielleicht bald ante portas...!
  • Kommentar von Marlene Zelger , 6370 Stans
    Wir Schweizerinnen und Schweizer sind halt ein anständiges Völklein. Wir wissen, was sich gehört. In anderen Ländern der EU und weiter weg könnte diese Volksnähe nie in diesem Ausmass zelebriert werden.
    1. Antwort von B. Küng , Biel
      Ja, und alle anderen Menschen auf dieser Welt sind unanständig. Selbstgerechter geht's nimmer ...