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Radioaktive Strahlung Bundesrat will gesundheitliche Schäden mindern

  • Der Bundesrat verschärft die Massnahmen gegen Radon. Er hat die zulässige Konzentration des radioaktiven chemischen Stoffes in Wohn- und Aufenthaltsräumen deutlich gesenkt.
  • Neu wird ein Wert von 300 Becquerel pro Kubikmeter gelten, bisher lag der Wert bei 1000.
  • Laut den Behörden liegen heute immer noch bis zu 100'000 Gebäude in der Schweiz über diesem neuen Grenzwert. Eine Pflicht zur Sanierung besteht allerdings bloss für Schulen.
  • Bei allen anderen Gebäuden müssen die Kantone bei einer Überschreitung des Grenzwertes nicht wie ursprünglich geplant eine Sanierung anordnen. Sie können dies allerdings tun.

Eine zweite Änderung betrifft den besseren Schutz von Patienten. Unnötige Strahlenbehandlungen sollen möglichst vermieden werden. Dafür führen Spezialisten künftig Audits durch. Medizinische Anwendungen in der Radiologie, der Radio-Onkologie und in der Nuklearmedizin sollen überprüft werden.

Neben den Patienten sollen auch Arbeitnehmer besser geschützt werden. Betroffen von den schärferen Bestimmungen ist unter anderem medizinisches Personal, das mit Röntgenstrahlen arbeitet. Auch hier wird der Grenzwert der Strahlendosis gesenkt.

Airlines müssen Dosis individuell berechnen

Auch Arbeitsplätze, an denen natürliche Strahlenquellen vorkommen, werden neu berücksichtigt, so etwa in Wasserwerken oder im Tunnelbau. Betroffen sind zudem Industrien, die mit Materialien wie Strahlsand arbeiten. Solche Betriebe brauchen neu eine Bewilligung und müssen die Strahlenbelastung ihres Personals überprüfen.

Neu gilt zudem auch das Flugpersonal als beruflich strahlenexponiert. Für Piloten und Kabinenpersonal muss künftig die jährliche Strahlendosis individuell berechnet werden. Gemäss Bundesrat ist dies in Europa bereits heute so üblich und wird auch in der Schweiz von den meisten Fluggesellschaften bereits gemacht.

Was ist Radon?

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Radon ist ein natürliches Gas, das aus dem Boden austritt. Es kann Lungenkrebs verursachen. Der Bund geht von jährlich bis zu 300 Todesopfern aus. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat Messungen durchgeführt und alle Gemeinden der Schweiz nach ihrem Radonrisiko eingestuft. Die Karte finden Sie hier.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von Charles Halbeisen  (ch)
    Ich würde einmal das Augenmerk auf die WLANs und den Mobilefunk richten. Alles muss heute durch die Luft. Dass es noch Kabel gäbe wird vergessen. Mehr Daten durch die Luft heisst Sendeleistung erhöhen und das heisst mehr Elektro-Smog. Der Bundesrat konzentriert sich lieber auf Pseudo-Probleme statt wenigstens ein bisschen über den zunehmenden Elektrosmog nachzudenken. Dieser wird von den Bundesämtern klein geredet.
    1. Antwort von daniel luder  (daniel2seeluft)
      Radon ist kein Pseudo-Problem. Ansonsten gebe ich Ihnen recht.
  • Kommentar von W. Pip  (W. Pip)
    Noch mehr Papiertiger, noch mehr Administration (-> noch mehr importierte "Fachkräfte") und noch mehr Kosten für Private gegen ein Problem, das keines ist. Der Leistungsausweis des Bundesrates ist einfach nur noch unterirdisch.
    1. Antwort von Hans Hämmerli  (Hans Hämmerli)
      Es geht hier um die Gesundheit Herr Pip. Bei jedem nochso kleinen Verdacht muss eingegriffen werden!
    2. Antwort von Peter Brenner  (Brenner)
      Wie beim Energiegesetz: Das Gewerbe wird begeistert sein. Schliesslich liegt bei 100'000 Gebäuden ein Sanierungspotenzial von mindestens 1 Milliarde CHF. Damit sollen 300 *Phantomtote" verhindert werden. Keine Ahnung, wie so etwas bestimmt wird. Wer weiss es?
    3. Antwort von Thomas Heimberg  (tomfly)
      H.H.: Nein, muss man nicht. Der Bund kümmert sich schon viel zu viel um uns, vor allem wenn noch gerade eine Gebühr/ Busse/ Verbot drangehängt werden kann. Radon kommt auch in der freien Natur vor, richtig ist aber, dass es sich tatsächlich vor allem in Kellerräumen konzentrieren kann. Nur setzten Sie sich im Flieger in die Ferien einer höhern Strahlung aus, als wenn Sie in den Keller eine Flasche Wein holen gehen. Das Ganze ist übrigens wieder eine EU-Idee. Der Bundesrat eilt gehorsamst voraus.
    4. Antwort von Verena Casagrande  (Verena Casagrande)
      Danke Herr Heimberg genau Ihrer Meinung.