Bundesrat will Spekulation mit Nahrungsmitteln nicht verbieten

Der Bundesrat will die Armut in den Entwicklungsländern bekämpfen. In der Initiative sieht er aber den falschen Anreiz.

Sowohl der Bundesrat als auch die Initianten der Vorlage «Keine Spekulationen mit Nahrungsmitteln» wollen die Nahrungsmittelversorgung in den Entwicklungsländern verbessern und die Armut dort bekämpfen. Aber in der «Spekulationsstopp-Initiative» sieht der Bundesrat den falschen Ansatz.

Die Jusos, gemeinsam mit der SP, den Grünen und mehreren Hilfswerken, lancierten die Initiative im April letzten Jahres. Im Initiativtext forderten sie ein Ende der Spekulationen mit Nahrungsmitteln: Den Finanzinstituten soll es untersagt werden, in Finanzinstrumente zu investieren, die sich auf Agrar-Rohstoffe und Nahrungsmittel beziehen.

Der Bundesrat ist der Meinung, dass die Initiative die Probleme in den Entwicklungsländern nicht lösen kann. Ein Spekulationsverbot würde ausserdem zu einem Verlust von Arbeitsplätzen in der Schweiz führen.