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Legende: Video Didier Burkhalter im Interview abspielen. Laufzeit 05:09 Minuten.
Aus News-Clip vom 19.02.2015.
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Schweiz Burkhalter will Jungen Alternativen zum Extremismus aufzeigen

In Washington treffen sich Spitzenpolitiker zu einem Gipfeltreffen gegen Extremismus. Unter ihnen ist auch Bundesrat Didier Burkhalter. Der EDA-Vorsteher will dort den Schweizer Weg in der Bekämpfung des Dschihadismus aufzeigen, wie er im Vorfeld gegenüber SRF erklärte.

Bundesrat Didier Burkhalter sieht in der Bekämpfung von Extremismus eine der wichtigsten Herausforderungen unserer Generation. Dafür sei es nötig, jungen Menschen alternative Möglichkeiten für ein Gefühl der Zugehörigkeit zu geben.

Der Terrorismus sei ein Angriff auf die Werte der Gesellschaft, sagte Burkhalter am Gipfeltreffen gegen Extremismus, zu dem die US-Regierung nach Washington geladen hat.

Die Tötung von unschuldigen Kindern, Frauen und Männern und das enorme Leid, das der Zivilbevölkerung durch terroristische Gruppen zugefügt werde, fänden in keiner Religion eine Rechtfertigung und seien nicht akzeptabel.

«Die Feuerwehr aufzubieten reicht nicht»

Als Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa OSZE habe die Schweiz im vergangenen Jahr gespürt, wie gross international die Sorge um ausländische Kämpfer sei, und dass Entschlossenheit herrsche, gemeinsam Antworten zur Bekämpfung von Terror zu finden.

Dazu sei eine umfassende Strategie erforderlich, mit der verhindert werde, dass die Feuer des Terrorismus überhaupt entfacht würden. «Wir brauchen eine Strategie, die darüber hinaus geht, die Feuerwehr aufzubieten, wenn solche Brände ausbrechen», sagte der Aussenminister vor den seinen Amtskollegen.

Auch im finanziellen Bereich erklärte Burkhalter gegenüber SRF, dass die Schweiz ein gutes Geldwäschereigesetz habe. Die Schweiz arbeite sehr eng mit den Kantonen und deren Polizeien, sagte der Aussenminister weiter. «Zudem haben wir jetzt eine Task Force, die sich mit den Problemen mit dem Dschihadismus befasst.»

Alternativen zu Extremismus bieten

Man stehe vor der gewaltigen Aufgabe, den oft jungen Menschen, die vom Extremismus verleitet werden, alternative Möglichkeiten, ein Gefühl der Zugehörigkeit und ein Sinn im Leben zu geben.

Burkhalter lobte in diesem Zusammenhang das Schweizer Lehrlings-System. Das Modell «Verdiene, während du lernst» biete wichtige Vorteile: Als Mitarbeiter erhielten die Lehrlinge Anerkennung und Selbstwertgefühl, als Auszubildende könnten sie darauf vertrauen, dass die erworbenen Fähigkeiten in der Privatwirtschaft auch gefragt sind.

Gute wirtschaftliche Integration, eine sorgfältige Städteplanung und lokaler sozialer Wohnungsbau hätten im Weiteren dazu beigetragen, die Entstehung von Ghettos in der Schweiz – ein Land, in dem etwa ein Viertel der Bevölkerung Ausländer seien – zu verhindern.

Fonds für Zusammenhalt und Belastbarkeit

Burkhalter lud die Staaten ein, dem in Genf beheimateten Fonds für gemeinschaftlichen Zusammenhalt und Belastbarkeit beizutreten. Die Schweiz habe in den ersten vier Jahren fünf Millionen Dollar in den Fonds einbezahlt. Mit den Geldern sollen unter anderem Arbeitsplätze für junge Menschen in den Pilotländern Bangladesch, Mali, Marokko und Nigeria geschaffen werden. Das Gipfeltreffen in Washington dauert bis am Donnerstagabend.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    Warum denn in aller Welt müssen wir uns mit diesem, in sich selbst zerstritten ISLAM , auseinandersetzen ? Mich, uns, geht das ganze Gestreite nichts an , ich will es aber nicht in meiner Heimat dulden . Die Moslime die bei uns leben, haben unsere Gesetze und Bräuche, ohne wenn und aber zu respektieren, wenn nicht, dann zurück ins Morgenland, fertig mit dem ewigen Gezanke , das nicht wir gerufen haben .Ich habe ein Anrecht auf meinen Dorffrieden, Ende der Durchsage .
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    1. Antwort von Björn Christen , Bern
      @Kaiser - Sie haben vollkommen recht: Wir im Westen sollten nicht vom Islam belästigt werden und zum Schlachtfeld für die massiven Probleme seiner Schäfchen werden. Aber dazu ist es leider zu spät: Westeuropa hat völlig unbedacht 30, 40 Millionen Moslems reingelassen und damit auch eine nicht integrierbare, aggressive Welteroberungsideologie. Aus einer falschen Toleranz heraus, um nicht "rassistisch" zu sein, haben wir es versäumt, unsere Regeln klar durchzusetzen. Den Salat haben wir jetzt.
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  • Kommentar von Hans Knecht , Torny
    Die Schweiz und ein gutes Geldwäschereigesetz? Meines Erachtens ist das Gesetz löcheriger als ein Emmentaler Käse. Ich sehe da mehrere legale Möglichkeiten Geld zu waschen.
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  • Kommentar von Hans Knecht , Torny
    Schöne Worte von Burkhalter. Ansich hat er recht; man muss jedem Menschen eine würdevolle Perspektive bieten. Nur, bleibt es beim Lippenbekenntnis, oder ergreift der Bundesrat auch Massnahmen damit jeder eine Stelle hat mit der man leben kann ohne kranke Machspiele wie Verleumdungen und ohne Zustupf von der Sozialhilfe? Wenn der Bundesrat in die EU will mit einem Märchensteuersatz von mind. 15%, dann widerspricht er sich.
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