Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Busdrama im Wallis: Verursacher ist der Chauffeur

Eine Unaufmerksamkeit oder ein Schwächeanfall des Chauffeurs ist die wahrscheinlichste Ursache für das Carunglück in Siders (VS) vor über einem Jahr. Der zuständige Walliser Staatsanwalt hat die Familien der Opfer in Belgien über den Stand der Untersuchungen informiert.

Der teilweise zerstörte Car nach dem Unglück.
Legende: Bei dem tragischen Unglück verloren 28 Menschen ihr Leben, darunter 22 Kinder. Keystone

Der Walliser Staatsanwalt Olivier Elsig hat in Belgien den Familien der Opfer über den Stand der Untersuchung über das Carunglück im Wallis vom März 2012 berichtet. 

Auch das letzte nun vorliegende Gutachten lässt den Schluss zu: Eine Unaufmerksamkeit des Chauffeurs oder eine Krankheit ist der wahrscheinlichste Grund. Dies teilte Elsig weiter mit.

Die Gutachter stellten fest: Die beim Chauffeur diagnostizierte Erkrankung des linken Herzkranzgefässes bei jungen Männern eher selten ist. Sie könne einen akuten Herzinfarkt, eine Angina pectoris oder Herzrhythmusstörungen verursachen. Dies hätte zu einem Unwohlsein und in der Folge zu einem Verlust der Herrschaft über das Fahrzeug führen können, was aber nachträglich unmöglich festzustellen sei.

Zuvor war auch ein technisches Problem als mögliche Ursache genannt worden. Weil dies aber im Laufe der Ermittlungen immer unwahrscheinlicher wurde, konzentrierten sich die Untersuchungen seit Monaten auf den Chauffeur.

Beim Unfall am 13. März 2012 im Tunnel der Autobahn A9 bei Siders hatten 22 Kinder und sechs Erwachsene ihr Leben verloren. Der belgische Reisecar war frontal in eine Nothalte-Nische des Tunnels geprallt.

Legende: Video Das Carunglück von Siders: 1 Jahr danach abspielen. Laufzeit 09:56 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 13.03.2013.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

8 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Karl-Heinz Plum, Frankfurt am Main
    Wenn die Walliser Behörden so sorgfältig wie im Fall Luca ermittelt haben, wundert mich das Ergebnis nicht im geringsten.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Ich habe einmal gelesen oder gehört (ev. von einem Augenzeugen), dass der Bus 75 Meter der touchierten Wand entlang gefahren sei, ohne dass der Chauffeur reagierte. Also müsste ein gesundheitliches Problem (Ohnmacht, Herzstillstand) im Vordergrund stehen. Tragisch, aber es ist passiert.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von a.brunner, Basel
    Grundsätzlich sollte es verboten sein, solche Nischen zu bauen die mit einer 90 Grad Ecke aufhören. Auch wenn es evtl. eine Unaufmerksamkeit war (ist eine leichte Kurve) so müssten doch nicht so viele Menschen dabei sterben. Beim Bauen müsste man menschliche Fehler einbeziehen. Auch wäre eine Auffangvorrichtungen angebracht, so wie sie jetzt bei Verzweigungen gebaut werden. Bei uns in Basel sind die alle 6 Monate genutzt. Wirklich grausam was da passiert ist. Gemacht wird aber sicher nichts.....
    Ablehnen den Kommentar ablehnen