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Kampf gegen Armut Caritas nimmt den Bund in die Verantwortung

In der Schweiz sind über eine halbe Million Menschen von Armut betroffen. Und es drohen noch mehr zu werden. Wie wollen Fachleute diese Entwicklung stoppen? An der Nationalen Konferenz gegen Armut haben sie über die Möglichkeiten diskutiert.

Mann stellt Brot in Kisten für Arme auf
Legende: Angst vor Stigmatisierung: Viele Arme trauen nicht, sich zu zeigen. Keystone

Worum geht es? Die Nationale Konferenz dient dazu, eine erste Zwischenbilanz über das auf fünf Jahre angesetzte Nationale Programm gegen Armut zu ziehen. Sie soll einen Einblick in die laufenden Arbeiten rund um die Prävention und Bekämpfung von Armut in der Schweiz geben.

Das wurde festgestellt: Armut in der Schweiz wird oft nicht in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Viele Menschen, die von Armut betroffen sind, melden sich gar nicht erst bei den öffentlichen Sozialdiensten. Fachleute führen dieses Problem unter anderem auf die Bürokratie, die Unkenntnis des Systems, das komplexe Dispositiv oder ganz Einfach die Angst vor Diskriminierung oder Stigmatisierung zurück. Diese Menschen müssten in die Konzeption der Sozialpolitik und die Reformen der Sozialhilfe einbezogen werden, forderten sie.

Der Appell der Caritas: Armut dürfe nicht bloss durch Leistungen aus der Sozialhilfe bekämpft werden. Oberstes Ziel müsse sein, Armut zu verhindern. Dazu brauche es Investitionen auf der Ebene des Bundes, die bei den Ursachen der Armut ansetzten. Weil mangelnde Bildung Armutsursache Nummer eins sei, solle sich der Bund stärker für Weiterbildung und Nachholbildung einsetzen. Um der Familienarmut Herr zu werden, brauche es Ergänzungsleistungen für Familien.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Jürg Sand (Jürg Sand)
    Hinter diesen "schlecht Ausgebildeten" können wir uns genau vorstellen wer gemeint ist. Diese pauschalen Bezeichnungen erinnern mich an die nuschelnd Merkel, die nicht mehr von Bürgern und schon gar nicht von Deutschen redet, sondern von verschieden lang Anwesenden! Ich sage, und das sicher nicht zum letzten Mal: Die Sache gärt und der Zapfen fliegt bald in die Luft. Gegen jede Vernunft kann man mit viel Geld eine Zeitlang wirtschaften, aber nicht ewig.
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  • Kommentar von marlene Zelger (Marlene Zelger)
    Jawohl, es drohen noch mehr zu werden. Weil immer mehr arme Menschen (Flüchtlinge und Asylanten, die ohne Geld einreisen) die Zahl der Statistik erhöhen. Es ist schon merkwürdig: Einerseits verteidigt man die Zuwanderung als wirtschaftlichen Nutzen und Gewinn. Davon bekommt aber das gewöhnliche Volk nicht viel zu spüren, Im Gegenteil der Kuchen muss unter immer mehr Tischgenossen geteilt werden. Immer mehr Menschen brauchen Sozialhilfe. irgendwann kollabiert die Schweiz.
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    1. Antwort von Peter Schneider (Nourelain)
      Freuen Sie sich darüber, Frau Zelger, dass Sie als Schweizerin geboren wurden.
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    2. Antwort von E. Waeden (E. W.)
      @P. S.: Immer dieses dämliche Argument! Muss man sich jetzt schuldig fühlen, wenn man in der Schweiz geboren ist?
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    3. Antwort von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
      Nein Herr Waeden mir Sicherheit nicht, aber gerade die die sich so gerne sich als Christen bezeichnen sollten wissen das Besitzanspruch eigentlich auch eine Sünde ist laut Bibel, aber da sehen viel fromme Lämmer darüber hinweg.
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    4. Antwort von Beat Gurzeler (B.Gurzeler)
      @ D.Röthenmund: Können Sie mir die Stelle angeben im Himmel, für die die wirklich arm sind, bitte so schnell wie möglich !
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  • Kommentar von S. Meier (SM)
    "Viele Menschen, die von Armut betroffen sind, melden sich gar nicht erst bei den öffentlichen Sozialdiensten. Fachleute führen dieses Problem unter anderem auf die Bürokratie, die Unkenntnis des Systems, das komplexe Dispositiv oder ganz Einfach die Angst vor Diskriminierung oder Stigmatisierung zurück." - Nicht unbedingt. Viele melden sich wohl nicht bei den Sozialdiensten, weil sie dort z.T. nicht gerade freundlich behandelt werden und weil die Sozialhilfe = Schuld ist.
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