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Schweiz Christa Markwalder erhält Applaus von der FDP

Die FDP-Fraktion stellt sich hinter Christa Markwalder. Von dieser Seite drohen der Berner Nationalrätin wegen der Kasachstan-Affäre vorerst keine Konsequenzen. Nun ist das Büro des Nationalrats am Zug.

Legende: Video FDP stützt Markwalder abspielen. Laufzeit 1:17 Minuten.
Aus Tagesschau vom 22.05.2015.

Christa Markwalder sieht sich trotz der Kasachstan-Affäre von ihrer Fraktion getragen. Zuerst müsse sich das Ratsbüro mit der Angelegenheit befassen, sagte Fraktionspräsidentin Gabi Huber (UR) nach der Sitzung vor den Bundeshausjournalisten. Dieses muss beurteilen, ob Markwalder mit der Weitergabe von Informationen aus einer Kommissionssitzung an eine Lobbyistin das Kommissionsgeheimnis verletzt hat.

Diese Frage stehe im Raum, sagte Huber. Nach ihren Angaben hat Markwalder die Angelegenheit im Büro des Nationalrats gleich selber traktandiert. Die nächste Sitzung des Gremiums findet zu Beginn der Sommersession am 1. Juni statt.

Christa Markwalder gibt vor einer Fernsehkamera ein Interview
Legende: Christa Markwalder hat in der Kasachstan-Affäre Fehler eingestanden. Keystone

Applaus für Markwalder

An der Sitzung der FDP-Fraktion gab es lediglich eine Information des Präsidiums. Eine Diskussion sei nicht geführt worden, sagte Huber weiter. «Diskutieren kann man nur, wenn es etwas zu entscheiden gibt.» Markwalder wandte sich kurz an ihre Parteikolleginnen und Parteikollegen, was laut Huber mit einem grossen Applaus quittiert wurde.

Vor den Medien zeigte die Fraktionspräsidentin Verständnis für Markwalder. Auch Politiker seien Menschen und machten Fehler. Wichtig sei, dazu zu stehen und daraus zu lernen. Zudem werde das Kommissionsgeheimnis «sehr häufig» verletzt, doch werde dies nur selten entdeckt und noch seltener angezeigt oder sanktioniert.

44 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Flükiger, Bern
    Söihäfeli - Söidecheli - voila! Bürgerliche breit ab- und nicht wählen am 18.10.15 ist das einzige Mittel, das uns hilft, korrigierend einzuwirken. Nutzen wir die Chance!
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  • Kommentar von Alex Bauert, Bern
    Zusammen mit SVP, BDP, GLP stiehlt die FDP jedes Jahr dem Staat Milliarden an Steuereinnahmen. Die Unternehmenssteuerreform ll mit den Milliarden-Lügen von BR Merz & FDP-Kumpanen, keine FDP-Forderung nach mehr Kontrollen bei der MWSt. Dafür Applaus für Marktwalder, die sich für totalitäre Staatschef einsetzt. Wie etwa Schröder für Putin. Widerlich und nicht mehr wählbar ... wie die ganze Partei!
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    1. Antwort von Urs Sahli, Rubigen
      Also, SVP, BDP, GLP und FDP stehlen jährlich X-Milliarden an Steuereinnahmen. Nun gut lassen wir das so stehen. Was ist aber mit der SP und ihr nahestehenden Parteien, die jährlich für abstruse Ideen und Wünsche ebenfalls X-Milliarden ausgeben. Wenn zwei das gleiche tun, ist es nicht dasselbe!!!
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    2. Antwort von Adrian Flükiger, Bern
      @Sahli: Erstens ist es nicht das selbe, weil die SP alleine schon gar nicht und nicht mal mit der gesamten sogenannten Linke Seite über die notwendigen Mehrheiten verfügt, Punkt. Zweitens: nur nicht ablenken. Den bürgerlichen Sumpf - insbesondere aber den der FDP - gilt es schon lange trocken zu legen. Die Markwalder gehört auf die Anklagebank!
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    3. Antwort von Hz. imBoden, Ringgenberg
      @A.Flükiger..warum eine Politikerin, die sich für den Beitritt in die EU einsetzt bei der FDP noch gewählt wird, ist mir schon lange schleierhaft?
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  • Kommentar von L.Leuenberger, Zürich
    Christa Markwalder verdient dafür keinen Applaus, viele FDP Politiker auch nicht. Die meisten Lobbyisten der FDP in Bern sind auch in Brüssel als Lobbyisten eingetragen. FDP sollte für Transparenz sorgen, anstatt Erfolge überbewerten. Diese ständige Präsenz von Interessengruppen im Parlament stösst vielen Wählern sauer auf und sollte minimiert sein. Amtsverletzungen gehören bestraft. Etwas Volksnähe und Selbstkritik wäre empfehlenswert, sonst helfen die SVP Stimmen das nächste Mal nicht.
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    1. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Zuerst wird sie von oberster Stelle der Partei scharf gerügt, jetzt wird ihr wieder applaudiert. Wieder eine um 180 Grad Umdrehung dieser Partei. Von vielen wird sie jetzt als sehr talentierte & engagierte Politikerin hoch gelobt, dabei ist sie mit ihrem sturen Kurs Richtung EU einer Mehrzahl von Schweizern schon lange ein Dorn im Auge. Bis auf die EU-Turbos mag sie niemand sonderlich. Also persönlich werde ihr keine Träne nachweinen, wenn sie von der Polit-Bühne verschwindet.
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