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Poulet in der Schweiz massiv teurer als in Frankreich
Aus Espresso vom 21.01.2020.
abspielen. Laufzeit 02:21 Minuten.
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Coop in Erklärungsnot Poulet in der Schweiz massiv teurer als in Frankreich

Ein Poulet kostete in der Vorweihnachtszeit bei Coop dreieinhalb Mal soviel wie im benachbarten Frankreich.

Das Freiland-Poulet entdeckt hat eine «Espresso»-Hörerin. Sie überlegte sich beim Einkaufen im Coop in Kaiseraugst, den teuren Leckerbissen an Weihnachten aufzutischen, wartete jedoch noch ab. Ein paar Tage später, beim Einkauf in einer Filiale des Detailhändlers E.Leclerc im benachbarten Saint-Louis, entdeckte sie zufällig das gleiche Poulet – in identischer Verpackung des Herstellers «Les Fermiers de Loué».

Sie erschrak ab dem Preisunterschied. Statt einem Kilopreis von 29.50 Franken rechnet der französische Laden mit einem Kilopreis von umgerechnet 8.65 Franken. Insgesamt also lediglich 18 Franken statt 63.65 Franken Franken.

Die Frau verzichtete daraufhin darauf, das Poulet trotz deutlich günstigerem Preis in Frankreich zu kaufen, da ab einem Kilogramm Fleisch bei der Einfuhr in die Schweiz verzollt werden muss.

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Legende:Genau das gleiche Poulet, total anderer PreisLinks das Poulet von Coop, rechts ein praktisch gleichschweres Poulet in einem französischen Ladenzvg

Coop will Lieferant zur Rede stellen

Was sagt Coop zu dem enormen Preisunterschied zwischen der Schweiz und Frankreich? Die Medienstelle beschränkt sich auf eine knappe Stellungnahme: «Wir werden dies mit unserem Lieferanten besprechen und überlegen, das Produkt nächstes Jahr nicht mehr in unser Sortiment aufzunehmen.»

Wir werden dies mit unserem Lieferanten besprechen und überlegen, das Produkt nächstes Jahr nicht mehr in unser Sortiment aufzunehmen.
Autor: Coop-Medienstelle

Eine Sprecherin merkt noch an, dass die Spezialität «Poulet Jaune» aus Frankreich seit mehreren Jahren jeweils in der Vorweihnachtszeit im Coop-Sortiment war. Wie der exorbitant hohe Preis zustande kam, sagt die Sprecherin jedoch nicht. Auch nicht, ob der Lieferant alleine dafür verantwortlich ist. Klar scheint jedoch, dass Coop selber gemerkt hat, dass ein solcher Preisunterschied von den Kunden nicht goutiert wird.

Auch Migros mit überrissenem Preis für Luxus-Produkt

Bereits vor zwei Jahren hat das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» über einen ähnlichen Fall berichtet. Der gleiche Serrano-Schinken hatte damals in Deutschland 50 Euro gekostet, in der Schweiz bei der Migros rund 170 Franken. Migros hatte damals mit hohen Zollgebühren argumentiert, was die grosse Preisdifferenz jedoch nicht vollständig erklärt hat.

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48 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Da die Zuständigen "Behörden, Ämter", aber auch Bundesrat, Parlament, Politik, weiterhin mit "Stillschweigen und Abweseheit" glänzen, gibt es nur eine Möglichkeit, diese - seit Jahren angewendeten - ausbeuterischen "Machenschaften" von MIGROS und COOP zu stoppen: die Macht der KonsumentenInnen aktiv und vor allem "en masse" einsetzen und diese Grosskonzerne boykottieren! Schon Tage, 1 Woche, würden dabei viel bewirken! WERBUNG: "die MIGROS gehört den KonsumentenInnen"!?
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    MIGROS, COOP und Co = "Lügen und betrügen"! Ausbeuterische, kriminelle Machenschaften, ohne Konsequenzen! Wann endlich handeln die Zuständigen im Mini-Land Schweiz? "VOLKS-Politik"? Beschäftigt mit Eigeninteressen-Verfolgung gewisser Gross-Parteien?! Spendengelder-Annahmen von polit. Parteien, lukrative VR-Mandate von ParlamentariernInnen, unfähige, "laisser faire" Zuständige von Ämtern und Behörden = Lobbyismus - Vetternwirtschaft! Falsche Leute, in falschen Positionen!
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  • Kommentar von Gregor Vogel  (swigor)
    Weshalb wird hier "nur" vom 3,5 mal so hohen Preis gesprochen? Rechnet mal nach. Wenn das Poulet angenommen 10 Euro in der Produktion kostet, dann verdient der französische Supermarkt 6.00 Euro, und der Coop 58.38 Franken. Also ist der Unterschied der Marge praktisch das 10 fache. Wer will nun nochmals über Lohnkosten reden? Gerne möchte ich den Lohnausweis des Coop Kassierers sehen welcher 25'000.- pro Monat verdient.
    Also sprecht in Zukunft nicht einfach vom höheren Preis, sondern der Marge!
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