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Leben in Quarantäne – So wird der Haushalt nicht zum Seuchenherd
Aus Puls vom 09.03.2020.
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Coronavirus im Alltag Leben in der Selbstquarantäne: Wie schütze ich meine Mitbewohner?

Immer mehr Patienten mit milden Verläufen werden nun in Selbstquarantäne nach Hause geschickt. Welche Regeln es zu beachten gilt, um Kranke zu versorgen, ohne sich selber anzustecken.

Seit dem Wochenende gelten schweizweit einheitliche Verhaltensregeln, was in einem Verdachtsfall zu tun ist und wann jemand in Quarantäne muss.

Wie sieht das Zusammenleben mit einer potenziell erkrankten Person im Alltag aus? Pflegeexpertin Andrea Käppeli demonstriert für das Gesundheitsmagazin «Puls» die wichtigsten Verhaltensregeln.

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«Das Wichtigste ist, dass sich die kranke Person konsequent von den anderen fernhält.»
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Neben dem regelmässigen und gründlichen Händewaschen die wichtigste Massnahme zum Schutz der Mitbewohnerinnen und Mitbewohner: Die erkrankte Person soll in ihrem Zimmer bleiben. Also zum Beispiel auch allein im Zimmer essen und bei der Essenübergabe und der Rückgabe des Geschirrs mindestens zwei Meter Abstand halten.

Das benutzte Geschirr gilt als kontaminiert. Es sollte möglichst direkt in die Abwaschmaschine gestellt und sofort im längsten Waschgang mit höchster Temperatur gewaschen werden. Anschliessend die Flächen desinfizieren, die mit Dingen aus dem Quarantänezimmer in Berührung gekommen sind. Und: Händewaschen.

Muss die erkrankte Person ihr Zimmer unbedingt verlassen, sollte sie eine möglichst gut anliegende Schutzmaske tragen. Anschliessend das WC desinfizieren. Und: Händewaschen. Dann schnell ins Zimmer zurück.

Aber aufgepasst beim Ablegen der Maske: Sie ist durch die Nutzung kontaminiert. Deshalb nur aussen anfassen und wie die benutzten Taschentücher in einem geschlossenen Behälter entsorgen.

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«Eine benutze Maske ist potenziell mit Viren kontaminiert. Sie sollte also beim Abziehen möglichst nicht in der Mitte angefasst und gleich entsorgt werden.»
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Die erkrankte Person sollte ihr Zimmer möglichst gut lüften. Und auch die Wäsche sollte in einem Sack gesammelt und separat mit möglichst hoher Temperatur gewaschen werden. «Alles in allem keine spektakulären Massnahmen», ist Andrea Käppeli überzeugt. «Aber sie erfordern Disziplin, um dranzubleiben und die Dinge nicht schon nach einem, zwei Tagen wieder schleifen zu lassen.»

Nicht mehr 14 Tage Quarantäne

Immerhin: Das strenge Hygiene-Regime braucht nicht mehr 14 Tage lange durchgehalten zu werden. Neu sieht das BAG für Infizierte eine zehntägige Isolation vor. Und wer in engem Kontakt mit einer infizierten Person stand, muss sich nur für noch für fünf Tage in Selbstquarantäne begeben.

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«Nach fünf Tagen ist klar, ob man sich angesteckt hat oder nicht.» Studiogespräch mit Rudolf Hauri, Präsident Kantonsärztevereinigung.
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Puls, 09.03.2020, 21:05 Uhr

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Timo Sperber  (Sperber)
    Liebes SRF-Team, hab heute schon gefragt, wg. PULS, dem Kantonsarzt, dass versch. Kantone "den Überblick verloren haben" etc. Ihre Antwort -Danke !- lautete, dass d. BAG in der PK heute Mittag dazu auch etwas sagen werde. Habe es nachgelesen & bin sehr erstaunt: Keine Quarantäne mehr in d. CH (abgesehen d. Ausnahmen)!? Könnte das bitte irgendwo konkret, klar erläutert werden? Ist das europäisch abgesprochen? WHO erklärt heut Pandemie, BAG schafft Quarantäne ab?! Bitte mehr Kommunikation, BAG!!
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  • Kommentar von Tom Steinemann  (Tom Steinemann)
    Nach dem Lesen eines Berichts eines italienischen Arztes und einer Statistik mit vergleichenden Fallzahlen aus Deutschland und Italien glaube ich:
    Die italienischen Verhältnisse werden uns bald erreichen.
    Als vernünftiger Gegenvorschlag zur dämlichen "kontrollierten Durchseuchung" sollte man eine "Europäische Quarantäne" prüfen: Das soziale Leben wird nicht gestaffelt, d.h., reaktiv lahmgelegt, sondern proaktiv gleichzeitig.
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  • Kommentar von Dorothee Meili  (DoX.98)
    Das ist nun eine (zugegeben: es sind bei allem wenige) ExpertInnenmeinung, die weit weg von Lebensrealitäten ist. Die meisten unter uns müssten eine 1,5-Zimmer-Wohnung mit eigenem Waschturm in die Wohnung, in das Haus, in die Hausgemeinschaft einbauen, um auch nur in die Nähe dieser Empfehlungen zu kommen. Ich hoffe sehr, dass noch realistischeres aus dem konkreten, erfahrenen Spitex-Bereich und nicht aus einem Careum-Theorie-Zimmer kommt
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