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Hände an einem Laptop, daneben ein Mobiltelefon.
Legende: Cyberkriminelle wollen mit Erpressung das schnelle Geld machen. Keystone
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Schweiz Cyberattacken werden für Erpressung genutzt

Mit Cyberattacken lassen sich ganze Webseiten lahmlegen. Das kann für den Anbieter einen Gewinnausfall bedeuten. Diesen Umstand versuchen nun Cyberkriminelle vermehrt zu nutzen und erpressen Geld von ihren Opfern.

In den vergangenen Wochen haben Cyberattacken in der Schweiz zugenommen, um von den Opfern Geld zu erpressen. Der Bund warnt davor, auf die Erpressung einzugehen. Zudem sollen Fälle schnellstmöglich der kantonalen Polizeidienststelle gemeldet werden.

Aktuell registriert die Melde- und Analysestelle Informationssicherung (Melani) des Bundes eine Vielzahl sogenannter DDoS-Angriffe mit Erpressungsversuchen, wie es in einem Communiqué hiess. Erpressung sei momentan eine der bevorzugten Methoden von Cyberkriminellen, um schnell an Geld zu kommen. Die Attacken gelten als simpel und effektiv. Urheber von solchen Attacken sind deshalb auch längst nicht mehr nur professionelle Hacker.

Prominente Opfer

Die Kriminellen gehen mit verschiedenen Methoden vor. Äusserst beliebt seien zurzeit DDoS-Angriffe (Distributed Denial of Service). In solchen Fällen versucht ein Angreifer, eine Webseite oder eine Internetdienstleistung unerreichbar zu machen, indem diese mit Anfragen überschwemmt wird.

Wenn eine Webseite nicht erreichbar ist, kann dies für den Besitzer einen grossen Gewinnausfall bedeuten, insbesondere wenn der angegriffene Dienst kommerzieller Natur ist. Eine DDoS-Attacke wird deshalb vielfach von einer Geldforderung begleitet. Der Erpresser verlangt Geld, damit er einen bereits gestarteten Angriff stoppt oder keinen startet.

In den vergangenen Jahren wurden in der Schweiz schon verschiedene solcher Attacken publik. Mit einem Angriff gegen die Swisscom wollte die Täterschaft etwa erreichen, dass Internetanbieter aus der Erotikbranche vom Netz genommen werden. Auch verschiedene Parteiseiten wurden schon blockiert.

Das empfiehlt Melani den Opfern eines DDos-Angriffs:

  • Nicht auf die Erpressung eingehen. Es ist gut möglich, dass auch nach einer ersten Zahlung die Angriffe weitergehen und die Erpresser versuchen, weiteres Geld zu erpressen.
  • Bringen Sie den Fall der kantonalen Polizeidienststelle zur Kenntnis und diskutieren Sie die Möglichkeiten einer Strafanzeige.
  • Falls ihnen die Kriminellen mit einem DDoS-Angriff drohen, empfiehlt es sich, mit Ihrem Provider technische Massnahmen zu treffen, um sich auf einen eventuellen Angriff vorzubereiten.
  • Auch wenn Sie aktuell nicht bedroht werden, aber Ihre Webseite dennoch für das Funktionieren Ihrer Firma essentiell ist, sind vorbeugende Schutzmassnahmen angezeigt.

Massnahmen gegen DDos-Angriffe

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Unter DDoS (Distributed Denial of Service = Verweigerung des Dienstes) versteht man einen Angriff auf Computer-Systeme mit dem erklärten Ziel, deren Verfügbarkeit zu stören. Hier finden Sie mögliche Massnahmen gegen DDos-Attacken (PDF).

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5 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    @Michel , sie bringen mich da auf einen hässlichen Verdacht , BUEPF -Revision ? könnte es gar sein dass die NSA selbst hinter diesen ganzen Internet-Angriffen steckt um eben Grundlagen für die totale Bürgerüberwachung zu schaffen ? Könnte das etwa so geplant sein ?? und wir Greenhörner sind die Opfer ?
    1. Antwort von Andrea Müller , Zürich
      Möglich ist vieles, aber es gibt wenige Organisationen die "offen" (Snowden) Botnetze betreiben und diese auch offensiv einsetzen.
  • Kommentar von M.Kaiser , Rebstein
    Ich dachte bis heute immer , dass die NSA Ueberwachung so gut ist , dass alle diese Erpresser und Gauner ( die ja auch aus Terroristen bestehen können ) erfasst werden ? und nun legen sie ganze Webseiten lahm . Versteht das noch jemand ?
    1. Antwort von Antoine Michel , 8047 Zuerich
      DDOS Angriffe sind zur Zeit der kleinste gemeinsame Nenner. Angreifer koennen sich bequem dahinter verbergen, da deren Auffindbarkeit juristisch sehr schwer zu erruieren sind. Angreifer aus der White-, Gray- oder Black-HackerSzene, die sich PCs/Server aus verschiedenen Laendern bedienen, sind zur Zeit auf der relativ sicheren Seite. Zudem ist es preisguenstig. Hand aufs Herz: was koennen sich die Geheimdienste besseres wuenschen - z.B. um die BUEPF-Revision durchs Parlamaent zu bringen?
    2. Antwort von Andrea Müller , Zürich
      Ist ganz einfach: Dein Wohlergehen ist nicht im Interesse der NSA.