Das Protokoll zum Nachlesen: Skyguide zum F/A-18-Absturz

Skyguide bedauert das tödliche Unglück. Gleichzeitig gibt die Flugsicherung bekannt, sie habe eine interne Untersuchung eingeleitet. Der betroffene Flugverkehrsleiter sei erfahren: Er habe seine Lizenz seit gut zehn Jahren.

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Bildlegende: Zur Person des betroffenen Flugverkehrsleiters will Skyguide keine näheren Angaben machen. SRF

Skyguide informierte zum Absturz der F/A-18

Der Ticker ist abgeschlossen.
  • Laut Militärjustiz ordnete Skyguide eine deutlich zu tiefe Flughöhe an. Ob dies zum Absturz führte, sei noch unklar.
  • Die Flugsicherung ordnete eine interne Untersuchung an.
  • Skyguide: «Es scheint, dass unser Handeln zum Unglück beigetragen hat. Das tut uns unendlich leid.»
  • Der betroffene Flugverkehrsleiter hatte seine Lizenz seit gut 10 Jahren, so Skyguide. Es gilt die Unschuldsvermutung.
  • Die Maschine verunglückte am Montag vor einer Woche im Susten-Gebiet auf rund 3300 Metern Flughöhe. Der Pilot kam dabei ums Leben.
  • 17 :07

    Auf Wiedersehen

    Das war die Medienkonferenz zum F/A-18-Kampfjet, der vergangene Woche im Sustengebiet abgestürzt war. Diesmal informierten die Flugsicherung und die Armee gemeinsam. Wir bedanken uns für Ihr Interesse. Das Wichtigste in Kürze finden Sie hier.

  • 17 :05

    Fünf anwesende Skyguide-Mitarbeiter

    Während einer solchen Operation seien jeweils fünf Skyguide-Mitarbeiter anwesend, zwei im Tower und drei im lokalen Radar, sagt der Skyguide-Sprecher.

  • 17 :01

    Skyguide: «Ein erfahrener Lotse»

    Militärische und zivile Fluglotsen haben eine gemeinsame Grundausbildung in Dübendorf, danach trennen sie sich. Die Dauer der Ausbildung sei jedoch in etwa gleich. Zur Person des betroffenen Flugverkehrsleiter will Skyguide keine Angaben machen. Jedoch: «Es war ein erfahrener Lotse, der seine Lizenz seit rund 10 Jahren hatte», so Sprecher Roger Gaberell.

  • 16 :56

    Erst entscheiden die Lotsen, danach die Technik – ein Fehler?

    Es sei falsch, nur diesen einen Fall zu betrachten. Die Luftwaffe habe mit der Führung von Skyguide jahrelang sehr gute Erfahrungen gemacht, so Pierre de Goumoëns. Man werde diese Zusammenarbeit deshalb auch künftig weiterführen.

  • 16 :52

    Gibt es ein Kollisionswarnsystem?

    «Wir vertrauen unseren Lotsen», bekräftigt F/A-18-Pilot und Stabsoffizier Pierre de Goumoëns. Es gebe allerdings ein Warnsystem, das vor einer Kollision mit dem Boden schützen solle. Dieses sei auf die zu fliegenden Manöver ausgerichtet und spreche sehr spät an. Weitere technische Details dürfe er nicht bekannt geben.

  • 16 :49

    Vor dem Start Höhenangabe mitgeteilt

    Vor dem Start erhalten beide Flugzeuge jeweils eine Startfreigabe mit Höhenangabe und Routenplan. Wenn nun aber das zweite Flugzeug den Radarkontakt verliere, müsse dieses eine neue Höhenangabe von der Flugsicherung erhalten, sagt Urs Lauener von Skyguide. Welche Höhenangabe man den Piloten durchgegeben habe, sagte er nicht.

  • 16 :47

    Die Schwierigkeiten der Startphase

    Die Startphase sei generell eine intensive Phase, mit schnellen Wechseln, sagt F/A-18-Pilot Pierre de Goumoëns. Der Pilot müsse sich dabei auf den Flugverkehrsleiter verlassen, er habe keine Chance, diese Angaben zu überprüfen.

    Video ««Fluglotse kann Höhe unter minimaler Flughöhe befehlen»» abspielen

    «Fluglotse kann Höhe unter minimaler Flughöhe befehlen»

    0:34 min, vom 6.9.2016

  • 16 :42

    Was bedeutet ein Radarverlust?

    Beim Unglück handelte es sich um einen sogenannten Zweierflug. Der nachfolgende Pilot habe dann allerdings den Kontakt verloren zum ersten Flugzeug, erklärt Pierre de Goumoëns. Wieso es dazu kam, müsse noch abgeklärt werden.

  • 16 :39

    Ausbildung der Lotsen

    Die militärischen Fluglotsen werden in Dübendorf geschult. Ihre Ausbildung betrage zwischen 2,5 bis 3,5 Jahren, erklärt Urs Lauener, Leiter militärische Flugsicherung von Skyguide.

  • 16 :37

    Erst Meiringen, dann übernimmt Dübendorf

    Stabsoffizier und F/A-18-Pilot Pierre de Goumoëns sagt, der Flugverkehrsleiter erkläre dem Piloten jeweils die Höhe, die er einzunehmen habe. In der Startphase geschehe das in Meiringen, danach übernehme die Skyguide-Zentrale in Dübendorf.

  • 16 :35

    Skyguide: «Es scheint, dass das Handeln zum Unglück beigetragen hat»

    «Es scheint, dass das Handeln der Flugsicherung zum Unglück in der Sustenregion beigetragen hat – das tut uns unendlich leid», schliesst Skyguide-Sprecher Gaberell.

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    Skyguide-Sprecher: «Das tut uns unendlich leid.»

    0:14 min, vom 6.9.2016

  • 16 :34

    «Unsere Trauer war gross»

    Skyguide-Sprecher Roger Gaberell erklärt, die langjährige Beziehung zwischen Luftwaffe und Skyguide sei sehr eng. Dementsprechend betroffen seien die Mitarbeiter gewesen. «Die Trauer über den Tod des Piloten war gross.»

    Mit dem Untersuchungsbericht lägen erstmals gesicherte Informationen vor. Skyguide nehme die Verantwortung wahr und werde die Untersuchungsbehörden unterstützen. Ebenso habe man eine interne Untersuchung eingeleitet.

    Video ««Skyguide nimmt seine Verantwortung wahr»» abspielen

    «Skyguide nimmt seine Verantwortung wahr»

    0:28 min, vom 6.9.2016

  • 16 :31

    Armee-Sprecher Daniel Reist macht klar, man werde keine weiteren Details zum Absturz liefern. Vielmehr wolle man erklären, wie die Zusammenarbeit zwischen Skyguide und der Armee funktioniere.

  • 16 :29

    Flughöhe war deutlich zu tief

    Für die Untersuchungsrichter ist klar: Skyguide liess den Piloten auf einer Höhe von 3050 Metern fliegen – massiv zu tief. Die Mindestflughöhe für diesen Startsektor liege bei 4360 Metern über Meer. Allerdings gelte für den betroffenen Flugverkehrsleiter die Unschuldsvermutung, machte die Militärjustiz deutlich.

  • 16 :29

    Skyguide zum FA/18-Absturz

    Wir begrüssen Sie zu unserem zweiten Liveticker zum Absturz der F/A-18-Maschine im Sustengebiet. Nach der Militärjustiz wird diesmal die Flugsicherung Skyguide über ihre Erkenntnisse informieren.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Skyguide liess F/A-18 zu tief fliegen

    Aus Tagesschau vom 6.9.2016

    Die Militärjustiz hat heute vor den Medien bestätigt: die Flugsicherung Skyguide hat den vor gut einer Woche abgestürzten F/A-18-Jet zu tief fliegen lassen. Ob das der Grund für den Unfall war, sei aber noch nicht geklärt. Skyguide selbst hat unterdessen eine interne Untersuchung ein. Einschätzungen von Bundeshausredaktor Christoph Nufer.