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Schweiz Dem Roi du Doubs geht's an die Kiemen

Der sehr seltene Roi du Doubs ist Fisch des Jahres 2013. Mit dieser Wahl will der Fischerei-Verband Alarm schlagen. Die Fischart ist vor dem Aussterben bedroht. Die Qualität des Doubs wird immer wie schlechter.

Legende: Video Fisch des Jahres 2013 abspielen. Laufzeit 1:59 Minuten.
Aus Tagesschau vom 02.01.2013.
Fisch
Legende: Der Roi du Doubs ist so selten, dass es kaum Fotos von dem Fisch gibt. SFV-fsp.ch

Wegen der unökologischen Nutzung der Wasserkraft sei der nur in der Schweiz und in Frankreich vorkommende Fisch vom Aussterben bedroht, betont der Schweizerische Fischerei-Verband (SFV).

Gerade noch 52 Exemplare des Roi du Doubs wurden 2012 gezählt. Seit Jahren werde der Bestand kleiner und kleiner. Für den SFV ist das «ein Drama, das von der Öffentlichkeit und der Politik kaum wahrgenommen wird».

Forderungen des Fischerei-Verbandes

Unökologische Nutzung der Wasserkraft, künstliche Schwellen im schweizerisch-französischen Grenzfluss Doubs und zu viele Nährstoffe im Wasser machten dem Roi du Doubs zu schaffen. 1999 sei die Situation für den Fisch als äusserst kritisch beurteilt und vom Bundesamt für Umwelt ein Schutzkonzept lanciert worden.

Um den für die Fischerei bedeutungslosen Fisch vor dem endgültigen Aussterben zu bewahren, fordert der Fischerei-Verband, dass die starken Wasserschwankungen im Fluss reduziert werden. Die Schwankungen sind für Jungfische tödlich und verhindern die natürliche Fortpflanzung des Roi du Doubs.

Kein König

Mit einem König hat der Name des Fisches übrigens nichts zu tun. Die Bezeichnung roi ist vielmehr vom französischen Adjektiv «roide» hergeleitet. Dieses bedeutet «steif» – der Fisch hat seinen Namen wegen seiner steifen Haltung bekommen. In der Volkskunde wird er auch als Glücksbringer oder Zauberer gehandelt.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Roi du Doubs, (fast) kaputt? Immer diese Rufer in der Wüste, welche am Schluss doch Recht behalten. Niemand will den eigenen Untergang sehen und brummende (blöde) Maikäfer schon gar nicht. Mir tun unsere Menschen-Kinder und Enkel leid. MfG
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  • Kommentar von Lisa Tessie, Mondiswald
    Wenn Jäger und Fischer sich als Tierschützer ausgeben, darf man niemandem mehr trauen.
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    1. Antwort von Ein Hinseher, Kleinbösingen
      Ein Kommentar, der von einer oberflächlichen Sicht zeugt. Jäger (ich bin keiner) sind in erster Linie Heger und haben ein übergeordnetes Interesse - nämlich eine Natur (Fauna und Flora) im Gleichgewicht. Dies im Wissen, dass nur so der Fortbestand gesichert ist.
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    2. Antwort von Lukas Handschin, Wädenswil
      Der Roi du Doubs hat für die Fischerei keine Bedeutung. Trotzdem setzt sich der Schweizerische Fischerei-Verband SFV dafür ein, dass er nicht ausstirbt. Der SFV kritisiert zudem die Schlamperei der Kantone: 20 Jahre hatten sie Zeit, in Flüssen und Bächen für genügend Restwasser zu sorgen. Doch erst ein Drittel aller Sanierungen sind erledigt, obwohl die Frist Ende 2012 abgelaufen ist!
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