Der Notfall beschäftigt Schweizer Atomaufsicht

Die Arbeiten aus den Lehren der Nuklearkatastrophe in Fukushima schreiten voran. Die Schweizer Atomaufsichtsbehörde Ensi will laut ihrem neusten Aktionsplan weiterhin spezielle Situationen bei AKWs überprüfen.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi hat den dritten Aktionsplan zu den Erkenntnissen aus der AKW-Katastrophe im japanischen Fukushima vorgelegt.

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Sicherheitsbehälter?

Sicherheitsbehälter?

Als Sicherheitsbehälter bzw. Containment wird eine Sicherheitseinrichtung von Kernkraftwerken bezeichnet, die den Reaktordruckbehälter umschliesst, um die Umwelt im Falle eines Störfalls vor radioaktiver Kontaminierung zu schützen.

Laut diesem Bericht wird das Ensi weiterhin spezielle Situationen bei AKWs überprüfen. Im Fokus stehe etwa der AKW-Sicherheitsbehälter bei der Jahresrevision.

Denn während dieser alljährlichen Kontrolle sei der Behälter zum Teil geöffnet – etwa für Materialtransporte. Falls es dann zu einem längeren Stromunterbruch komme, sei es schwierig, die Zugänge zum Sicherheitsbehälter wieder zu schliessen. Deshalb sei eine Überprüfung dieser speziellen Situationen veranlasst worden, hält das Ensi im Aktionsplan fest.

Weitere Schwerpunkte des diesjährigen Aktionsplanes sind unter anderem die Themen extreme Wetterbedingungen, die Erhöhung der Sicherheitsmargen sowie das Wasserstoffmanagement und das Notfallmanagement auf gesamtschweizerischer Ebene.

Das Ensi nimmt seit der AKW-Katastrophe im japanischen Fukushima im Jahr 2011 verschieden Punkte zur Sicherheit von AKWs besonders unter die Lupe. Mit dem Aktionsplan Fukushima 2014 setzt die Schweizer Aufsichtsbehörde die Aufarbeitung des Reaktorunglücks in Fukushima fort.