Zum Inhalt springen

Header

Video
Das Problem sind die fehlenden Praktikumsplätze
Aus 10 vor 10 vom 08.04.2014.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 49 Sekunden.
Inhalt

Schweiz Der Schweiz gehen die Hebammen aus

Ausbildungsplätze für Geburtshelferinnen sind rar. Ein Engpass droht. Abhilfe wäre möglich. Doch ist sie auch willkommen?

Bewegungs- und Physiotherapeuten sowie Hebammen werden künftig gefragter sein denn je. Das prognostizieren die Forscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in ihrer jüngsten Studie.

Heute arbeiten rund 17'000 Menschen in diesen Bereichen. Diese Fachkräfte reichten künftig aber nicht mehr aus. Neben dem Bevölkerungswachstum seien die Zunahme von chronischen Erkrankungen und die demografische Alterung die Hauptgründe für den benötigten Mehrbedarf, heisst es.

Schweiz braucht ausländisches Personal

Das Problem: Es mangelt für diese Berufe an Ausbildungsplätzen. «Im Grunde genügen die Ausbildungskapazitäten schon heute nicht mehr», lässt sich ZHAW-Gesundheitsdirektor Peter C. Meyer in einem Communiqué zitieren.

Damit die Gesundheitsversorgung in den nächsten Jahrzehnten gewährleistet bleibe, benötige man mehr Studienplätze. Die Gesundheitsberufe müssten attraktiv bleiben. Wenn ausländische Fachleute ausblieben, werde es schmerzhaft.

Laut Meyer stammt rund jede dritte Gesundheitsfachperson aus dem Ausland und hat dort auch ihr Diplom erworben. «In Zukunft müsste die Schweiz noch viel mehr ausländisches Personal rekrutieren», sagt Meyer.

Dies sei aus politischen, wirtschaftlichen und ethischen Gründen aber nicht möglich. Im Gegenteil: Ihr Anteil dürfte sich infolge der im Februar vom Stimmvolk angenommenen Zuwanderungsinitiative künftig verringern.

Erstmalige Prognose zur Entwicklung bei Gesundheitsberufen

Verschiedene Studien des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) hatten in den vergangenen Jahren bereits einen Mangel an Ärzten und Pflegefachpersonen vorausgesagt. Die Schweizer Politik baute in der Folge die ärztliche und pflegerische Ausbildung mit Hilfe zahlreicher Massnahmen aus.

Die ZHAW und das Berner Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (Bass) nahmen mit der Studie «Prognose Gesundheitsberufe 2025» nun erstmals den Bedarf bei den übrigen Gesundheitsberufen unter die Lupe.

Diese Untersuchung stützt sich auf Statistiken des Schweizer Gesundheitswesens und auf Expertenwissen.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

15 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Aktuell sind keine Kommentare unter diesem Artikel mehr möglich.

  • Kommentar von S. Meier , Adliswil
    Ja, wenn man halt nicht die eigene Jugend ausbilden will.
  • Kommentar von Sascha Stalder , Oberdiessbach
    Das hat auch mit der Verakademisierung gewisser Berufe zu tun. Heutzutage wird Hebamme und Kindergärtnerin wer am besten Stoff büffelen kann und nicht wer für den Beruf am besten geeignet ist.
  • Kommentar von Susanne Lüscher , Gossau
    Die Leute sollen hier ausgebildet werden und für dies müssten genügend Mittel gesprochen werden. Leider sind es immer die selben, welche die Mittel für Ausbildungen streichen - falsche Ort zum sparen.