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Schweiz Die Axenstrasse wird zur Grossbaustelle

2017 fahren die Bagger auf, bis 2024 soll eine ganz neue Strasse entstehen. Der Grund für das Grossprojekt einer neuen Nationalstrasse am Vierwaldstättersee: Die alte Strasse ist nicht mehr sicher genug.

Legende: Video Neubau der Axenstrasse abspielen. Laufzeit 02:31 Minuten.
Aus Tagesschau vom 25.05.2013.

In vier Jahren verwandelt sich die Stecke entlang des Vierwaldstättersees in eine Grossbaustelle. Dann beginnen die Bauarbeiten für die neue Axenstrasse. Sie besteht im Wesentlichen aus dem knapp 2,9 Kilometer langen Morschacher Tunnel im Norden und dem rund 4,4 Kilometer langen Sisikoner Tunnel im Süden.

Es sei ein wichtiges Bauprojekt, erklärt der zuständige Schwyzer Regierungsrat Othmar Reichmuth. Die Strecke gehört zu den Nord-Süd-Transitrouten und ist stark befahren. Immer wieder verschütten Feldstürze die Strasse am Vierwaldstättersee.

Die neue Nationalstrasse soll mehr Sicherheit bringen und den Transitverkehr vom Langsamverkehr trennen. Die beiden Tunnels sollen gleichzeitig gebaut werden. Wie die Baudirektionen Uri und das Baudepartement Schwyz mitteilten, soll der Sisikoner kurz vor dem Morschacher Tunnel eröffnet werden. Zwischen den Tunnels, im Bereich Ort, liegt eine 120 Meter lange, offene Strecke.

Kostenpunkt: mindestens 740 Millionen

Dort verläuft die neue Strasse nahezu parallel zur alten Axenstrasse in einem Hanganschnitt. Das ermöglicht, jeweils einen oder beide neuen Tunnels gleichzeitig zu schliessen und die alte Strasse als Ausweichroute zu nutzen. Beispielsweise für Unterhaltsarbeiten oder bei Unfällen.

Die Gesamtkosten für die neue Axenstrasse werden auf rund 740 Millionen Franken geschätzt. Die spektakuläre, alte Axenstrasse entlang des Vierwaldstättersees wird für weitere 230 Millionen Franken saniert und anschliessend den Kantonen Uri und Schwyz übergehen. Auf ihr soll dann vor allem der Langsamverkehr rollen und auch Touristen anziehen.

Geschichte der Axenstrasse

Einst war sie schmal und kurvig und war nicht asphaltiert. Heute zählt die Axenstrasse zu den wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen. Mehr zu deren Entwicklung lesen Sie hier.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von Albert Gafner, Kallnach
    Ja, Herr Oberholzer, die Bevölkerung soll entscheiden, ob diese zwei teuren Tunnels gebaut werden. Viel wichtiger wäre, endlich die zweite Röhre am Gotthard zu bauen, damit die langen Staus von 10 - 15 km von jedem Wochenende verschwinden würden! Es ist eine Schande für die Schweiz. Von Norddänemark bis Sizilien besteht eine Voll-Autobahn, oft sogar sechs- oder achtspurig, nur hier in der Schweiz muss der ganze Verkehr in ein hilflos verstopftes zweispuriges Loch gedrängt werden.
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    1. Antwort von Peter Oberholzer, Region Zürich
      Ja, Herr Gafner, beim zweiten Gotthardtunnel empfehle ich eine Volksabstimmung mit drei Varianten. Ab 2017 wird der aktuelle Schienentunnel NICHT mehr für den Fernverkehr benutzt. Deshalb sollten für den Gotthard die folgenden Varianten der Bevölkerung vorgelegt werden: 1. Der Umbau des Schienentunnels in einen Strassentunnel; 2. Neubau des Strassentunnels; 3. Kein weiterer Strassentunnel.
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    2. Antwort von Albert Gafner, Kallnach
      Herr Oberholzer, Sie haben eine gute Idee, die ich mir auch schon ausgedacht habe. Aber, bei dieser Variante hätten die Dörfer im Kanton Uri und im Tessin von Erstfeld bis Göschenen und von Airolo bis Biasca keine Bahn mehr, und das wäre vermutlich ebenfalls nicht zumutbar, also wie weiter? Zur Orientierung: Ich war 50 Jahre Carchauffeur und Reiseleiter und kenne alle wichtigen Strecken Europas vom Nordkap bis Tunesien und Marokko, oder von Schottland bis Russland und in die Asiatische Türkei!
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  • Kommentar von Peter Oberholzer, Region Zürich
    Eine Volksabstimmung durchführen! Für eine Projekt-Beurteilung habe ich zu wenig Angaben über die Notwendigkeit, den Sicherheitsnutzen und andere Varianten. Das Projekt kostet insgesamt 970 Millionen Franken. Die noch nicht einberechneten Kosten betragen in der Regel noch einmal 20 bis 100% des Betrages. Die Argumente sollen in den Medien vorgetragen und der Bevölkerung zur Beurteilung vorgelegt werden.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Wie bitte? Waren unsere Feudalherren noch nie in den Anden? Ja, selbst gegen Italien haben wir hier deutlich mehr Sicherheit, auch auf den ältesten Strassen. Es ist schon fast Satirisch: da reden unsere Politiker dauernd von einer Krise. Doch überflüssiges Geld für Strassen und Kreiselumbauten und Kreisel "Kunstwerke" hat man dann doch. Warum gibt man nicht zuerst den Ärmsten, Alleinerziehenden, IV-Rentnern, Sozialhilfebezügern mehr Geld? Als Normalverdiener kann ich nur noch den Kopf schütteln
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