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Überprüfung abgeschlossen Die Poststellen-Streichliste steht

Legende: Video Strategie für das Poststellennetz 2020 abspielen. Laufzeit 01:34 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 23.06.2017.
  • Die Schweizerische Post kündigte im Herbst 2016 an, in den nächsten vier Jahren rund 600 weitere Poststellen schliessen zu wollen.
  • Seit Anfang Jahr teilte die Post häppchenweise pro Kanton mit, wie es weitergeht.
  • Nun ist die erste Überprüfung abgeschlossen: Gemäss einer Rechnung der Nachrichtenagentur sda sind 765 Poststellen in der ganzen Schweiz zumindest bis ins Jahr 2020 gesichert.

Weitere knapp 460 Filialen will die Post weiter überprüfen und danach über deren Zukunft entscheiden. Zusätzlich will der Gelbe Riese maximal 387 neue Zugangsmöglichkeiten schaffen.

Parlament handelt

Die geplante vermehrte Umstellung von klassischen Poststellen hin zu sogenannten Agenturen sorgt für Unmut in der Bevölkerung. Auch das Parlament handelt. Es verlangt von der Post, dass sie besser auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Nutzergruppen Rücksicht nimmt.

Die beiden Räte haben zwei gleichlautenden Motionen zugestimmt. Sie fordern, dass die Post in allen ganzjährig bewohnten Siedlungen zugestellt wird. Heute kann die Post auf eine Zustellung verzichten, wenn eine Siedlung aus weniger als fünf Häusern auf einer Hektare besteht oder wenn der Weg zu einem Haus länger als zwei Minuten dauert. Stattdessen kann die Post die Sendungen beispielsweise in einem Postfach hinterlegen.

Bundesrat tritt auf die Bremse

Der Bundesrat muss nun die Postverordnung so ändern, dass die im Postgesetzes vorgesehenen Ausnahmen nicht mehr dazu führen, dass die Einwohner von ganzjährig bewohnten Siedlungen von jeglicher Zustellung ausgeschlossen werden. Er tut dies gegen seinen Willen.

Das Volumen der Poststellen sinke jedes Jahr, sagte Postministerin Doris Leuthard. Die Post müsse die Möglichkeit haben, darauf zu reagieren. Eine Möglichkeit sei, unverhältnismässig lange Wegzeiten zu vermeiden. Post-Bashing sei derzeit in Mode, sagte Leuthard mit Bedauern. Dabei erfülle das bundesnahe Unternehmen alle gesetzlichen Aufträge. «Wenn sie mehr wollen, dann hat das ein Preisticket.»

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25 Kommentare

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  • Kommentar von max baumann (phönix)
    Das Post-Märchen vom Service-Public !!! Dass dieses Theater aufhört kann man nur mit einem erreichen = Bern soll der Post mit dem entziehen des Post-Regals drohen. Dies bringt die Management-Super-Verdiener eventuell zur Vernunft.
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  • Kommentar von Urs Rösli (Ursus-Beatus)
    Arbeit für ein paar Schreibtischtäter, die keine Ahnung, wie es in der Welt draussen ausschaut, die aber ein gutes Salär der Post beziehen. War einer von denen je in 1933 Sembrancher? Die Poststelle wurde am 18. April 1966 gegründet (Quelle: Poststellenchronik Schweiz/Autor: Karl Gebert)
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    1. Antwort von max baumann (phönix)
      Richtig. Schreibtischtäter ! Seit diese Typen von der UNI St. Gallen überall mitmischen geht es nur noch um Gewinne und Abkassieren !!!!!!!!!!!!
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  • Kommentar von Hanspeter Zaugg (rägetag)
    Ich weiss das ist übertrieben aber ich übertreibe genauso wie die Post es übertreibt! Im überigen aber dass nur nebenbei ich bin weder auto noch gross Zugfahrer dass einzige was ich bin ist Rohllstuhlfahrer und gehe trotzdem auf die Post. Ein weiterer Punkt wer nur einwenig etwas von E Banking und änlichem versteht lässt über kurz oder lang die Finger davon. Es gibt kein sicheres System bis heute. Allen Erklährungen zum Trotz.
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