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Geld- und Personalmangel Die Probleme der Schweizer Armee

Das VBS hat am Freitag einen Bericht über seine wichtigsten Projekte veröffentlicht. Die meisten sind auf Kurs, einige stehen jedoch vor Problemen.

Soldaten der Schweizer Armee vor einem F/A-18
Legende: Verschwindet bis spätestens 2030: der Kampfjet F/A-18. Keystone

In einem Bericht stellt das VBS seine wichtigsten Projekte vor. Die meisten betreffen die Armee-Infrastruktur. So erreichen laut dem VBS viele Kampfsysteme bis 2030 ihr Ablaufdatum und müssen ersetzt werden. Darunter der Kampfjet F/A-18.

Zu wenig Geld

Das Problem sei, dass das Geld nicht reichen werde. Ab 2020 bekommt die Armee 5 Milliarden Franken pro Jahr, drei für den Betrieb und zwei für Investitionen. Da Kampfflugzeuge und andere Waffen jedoch teuer sind, werde es nicht möglich sein, das veraltete Material vor der Frist zu ersetzen.

Hinzu kommt, dass die geplanten Käufe von neuen Kampfjets und der bodengestützen Luftverteidigung ein abruptes Ende nahmen. Das Stimmvolk schickte den Gripen bachab und bei der bodengestützten Luftverteidigung zog Verteidigungsminister Guy Parmelin die Bremse.

Mangelndes Personal

Als «übergeordnetes Projekt» bezeichnet Parmelin die Weiterentwicklung der Armee. Diese startet im Jahr 2018. Hier sieht das VBS das grösste Problem beim mangelnden Personal.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Fritz Frei (Fritz Frei)
    In der Territorialverteidigung ist die lokale Luftüberlegwnheit, also die Luftverteidigung aus der Luft und vom Boden, das Unverzichtbarste. Entweder wir ermöglichen eine effektive lokale Luftverteidigung über unserem Land oder wir geben die Territorialverteidigung auf, was im Krisenfall die Kapitulation bedeutet.
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  • Kommentar von A. Moser (AM)
    Machen das die anderen Departemente eigentlich auch, einen Bericht über die wichtigsten Projekte vorlegen? Wäre noch spannend zu sehen, wie in anderen Departementen die Probleme und Kosten aus dem Ruder laufen... :-)
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Immer wenn die Medien Informationen, Abläufe oder Zukunftsaufgaben über oder zum VBS (Militär/Armee) schreiben, lesen wir das Wort "Probleme" und erfahren jedes Mal die Gesamtkosten der Militärausgaben! Das VBS ist das einzige Bundesdepartement, in dem in der Vergangenheit laufend gespart wurde und gespart wird! Anderseits wird nie ein Wort "gejammert", wenn es um die rasant steigenden Kosten in der "sozialen Wohlfahrt" geht! In den letzten 30 Jahren stiegen dort die Ausgaben um fast 40% (!).
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    1. Antwort von Carsten Ramsel (Carsten Ramsel)
      Herr Bollinger, könnte es sein, dass genau diese Politik, die Sie kritisieren, jedem in der Schweiz und in Europa in den letzten 70 Jahren Frieden und existenzielle Sicherheit beschert hat?
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    2. Antwort von Reto Camenisch (Horatio)
      Was soll das? Eine geschrumpfte Armee bekommt logischerweis weniger Geld. Sollte es auch in Zukunft so bleiben, aber nein, die Ausgaben werden auf 5 Mrd. erhöht.... Besondere Ausgaben, wie neues Flugzeug, nicht inbegriffen. Ach ja, anstatt für spekulative Visionen zu investieren, lob ich mir doch Ausgaben für das hier und jetzt.....
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