Die Schweiz im Jahr 2045: 10 Millionen Einwohner?

Nach Berechnungen des Bundesamtes für Statistik (BFS) wird die Bevölkerung in der Schweiz stark wachsen. Auch die Zahl der Personen im Rentenalter nimmt demnach deutlich zu. Im Jahr 2045 soll jeder vierte Schweizer älter als 65 Jahre sein.

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Schweizer Bevölkerung wächst

0:50 min, aus Tagesschau am Mittag vom 12.5.2016
  • Die Bevölkerungszahl in der Schweiz könnte 2045 die 10-Millionen-Marke knacken.
  • In allen Kantonen steigt laut BFS die Zahl der Personen über 65 Jahre deutlich.
  • Zürich und der Genferseeraum wachsen demnach am stärksten.

Die Schweiz wird älter. Das geht aus Szenarien des BFS hervor, welche die Bevölkerungsentwicklung der Kantone bis ins Jahr 2045 durchspielen. Demnach steigt nicht nur die Zahl der älteren Menschen – insgesamt nimmt die Bevölkerung zu.

10 Millionen Menschen leben 2045 in der Schweiz

Nach BFS-Berechnungen wird das jährliche Wachstum der ständigen Wohnbevölkerung bis 2045 um durchschnittlich 6,7 Prozent zunehmen. In Zahlen heisst das: Im Jahr 2040 wird die 10-Millionen-Marke geknackt. 2045 sollen schliesslich knapp 10,2 Millionen Menschen in der Schweiz wohnen.

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Detaillierte Zahlen

Alle Statistiken des BFS zur kantonalen Bevölkerungswentwicklung finden Sie hier.

Zahl der Personen im Rentenalter nimmt zu

In allen Kantonen wird laut BFS auch die Bevölkerung im Rentenalter in den nächsten Jahren stark wachsen. Dabei liegt die Zunahme in nahezu allen Kantonen bei über 50 Prozent. In den Kantonen Schwyz, Freiburg, Waadt, Thurgau und Aargau rechnet das BFS sogar mit einer Verdoppelung der Personenanzahl ab 65 Jahren. Einzige Ausnahme bildet der Kanton Basel-Stadt. Dort steigt der Anteil der über 65-Jährigen «nur» um 35 Prozent.

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Referenzszenario

Das BFS erstellt seit 2002 regelmässig Szenarien zur Bevölkerungsentwicklung. Es geht dabei von drei Grundszenarien aus – das Referenzszenario, sowie das «hohe» und das «tiefe» Szenario. Diese werden mithilfe unterschiedlicher Hypothesen für jeden Kanton regionalisiert. Der Text basiert auf Zahlen des Referenzszenarios aus dem BFS-Communiqué.

Als Hauptursache führt das BFS die grosse Anzahl an Personen mit ständigem Aufenthalt in der Schweiz an. Eine weitere Ursache ist die Zuwanderung von Personen aus dem Ausland, die sich endgültig in den Kantonen niedergelassen haben.

Zürich und Genferseeraum wachsen und wachsen

Die Kantone Freiburg, Waadt, Thurgau, Aargau, Wallis und Zürich erleben bis 2045 den stärksten Bevölkerungsanstieg. Die Zunahme wird laut BFS 25 Prozent betragen. Meist ist dies auf die Zuwanderung junger Erwachsener aus anderen Kantonen und dem Ausland zurückzuführen, die wiederum für eine relativ hohe Geburtenrate sorgen, heisst es in der BFS-Mitteilung. Knapp ein Drittel der Schweizer Bevölkerung wird demnach in den Kantonen Zürich, Waadt und Freiburg wohnen.

Zurück geht der Anteil an der Gesamtbevölkerung dem BFS-Szenario zufolge im Kanton Bern – trotz eines Bevölkerungszuwachses auf knapp 1,2 Millionen Menschen im Jahr 2045. Auch der Anteil der Bevölkerung gemessen an der Gesamtbevölkerung geht in den Kantonen Basel-Landschaft und Graubünden deutlich zurück.