Die Schweizer Polizei wartet auf die Flüchtlinge

Hunderte Flüchtlinge haben am Montag in der ungarischen Hauptstadt Budapest Züge Richtung Westen bestiegen. Einige dieser Züge fahren über das Rheintal in die Schweiz. Die St. Galler Kantonspolizei ist deshalb am Dienstagmorgen vor Ort.

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Bildlegende: Polizei am Bahnhof in Buchs: Im Laufe des Vormittags werden hier die ersten Flüchtlinge erwartet. SRF/Philipp Gemperle

Mit dem Nachtzug aus Budapest kommen seit Wochen Dutzende Flüchtlinge in der Ostschweiz an. Am Dienstagmorgen rechnet die St. Galler Kantonspolizei jedoch mit deutlich mehr Personen, weil die Behörden in der ungarischen Hauptstadt seit Montag die Migranten nicht mehr an der Weiterreise hindern. Bis zu 2000 Menschen hatten zuvor tagelang in provisorischen Lagern in Budapest ausgeharrt.

Im st. gallischen Buchs, an der österreichischen Grenze, sei man gerüstet, sagt Polizeisprecher Hanspeter Krüsi: «Wir beobachten die Situation sehr genau und haben personelle Vorkehrungen getroffen.» Die Kantonspolizei St. Gallen stehe auch in Kontakt mit ihren österreichischen Kollegen.

Mehr Flüchtlinge in der Ostschweiz

Vor allem Familien mit Kindern aus Syrien, Irak, Iran und Afghanistan sässen jeweils im Nachtzug aus Budapest, berichtet Krüsi. Die Kantonspolizei nehme sie in Empfang. «Nach dem Erledigen der Formalitäten bringen wir sie so schnell wie möglich ins Auffangzentrum in Altstätten.»

In der letzten Zeit ist die Zahl der Flüchtlinge, die in der Ostschweiz ankommen, angestiegen. Die Grenzwache habe der Polizei vor zwei Monaten noch rund 100 Migranten pro Woche übergeben, sagt Krüsi. «In den letzten zwei, drei Wochen waren es dann jeweils über 150.» Wie viele Flüchtlinge am Dienstagmorgen im Nachtzug aus Budapest sitzen, ist noch nicht bekannt.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • FOKUS: Ungarn lässt Flüchtlinge weiterreisen

    Aus 10vor10 vom 31.8.2015

    Seit Tagen warten am Bahnhof in Budapest Tausende von Flüchtlingen auf die Weiterfahrt in Richtung Westen. Am Montag hat Ungarn seine Haltung geändert und die Flüchtlinge Züge besteigen lassen.