- Am Winterthurer Bahnhof hat ein Mann am Donnerstag drei Personen mit einer Stichwaffe angegriffen.
- Die Kantonspolizei Zürich hat den mutmasslichen Täter festgenommen und ermittelt. Es handelt sich um einen 31-jährigen Schweizer.
- An einer Medienkonferenz informierte die Kantonspolizei Zürich über die neuesten Erkenntnisse im Fall.
Mario Fehr, Sicherheitsdirektor des Kantons Zürich, sprach dabei ausdrücklich von einem «Terrorakt». «Dieses Wording habe ich schon beim Angriff auf einen orthodoxen Juden in Zürich-Wiedikon verwendet.»
Marius Weyermann, Kommandant Kantonspolizei Zürich, gab weitere Informationen zu den Opfern: Dabei handelt es sich um einen 28-Jährigen, der eine Stichverletzung am Bein erlitt; seine Entlassung aus dem Spital steht kurz bevor. Ein 43-jähriger Mann wurde am Hals verletzt und konnte bereits aus dem Spital entlassen werden. Ein 52-Jähriger zog sich eine Stichverletzung am Oberschenkel zu und befindet sich weiterhin in Spitalpflege.
Beim Täter handelt es sich laut Weyermann um einen 31-jährigen schweizerisch-türkischen Doppelbürger aus Winterthur. Der Mann ist polizeilich bekannt: Er war einer der Beschuldigten im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen die An'Nur-Moschee in Winterthur. Damals wurde er wegen Verstoss gegen das IS-Verbot zur Anzeige gebracht. Der Mann wurde nach Angaben des Zürcher Sicherheitsdirektors Mario Fehr 1994 in der Schweiz geboren und 2009 eingebürgert. 2024 ist er in die Türkei gezogen und nach Erkenntnissen der Behörden erst im Mai 2026 wieder in der Schweiz aufgetaucht.
In jüngerer Vergangenheit habe es zuletzt am 25. Mai Kontakt gegeben: Der Mann habe sich damals selbst bei der Stadtpolizei gemeldet und dabei «wirre Aussagen» gemacht. Daraufhin sei eine fürsorgerische Unterbringung beantragt und die Person in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden.
Darauf sei die Polizei ausgerückt und habe eine fürsorgerische Unterbringung in der integrierten Psychiatrie Winterthur (IPW) beantragt. Am Tag darauf habe er die IPW verlassen und sei von der Polizei wieder dorthin gebracht worden. Am 27. Mai – am Mittwoch – habe ihm ein Arzt attestiert, es gehe von ihm keine Selbst- oder Fremdgefährdung mehr aus, worauf der mutmassliche Täter am Abend die Klinik selbst verlassen habe.
So kam es zur Tat
Kurz vor halb neun hat ein Mann am Bahnhof Winterthur drei Personen mit einer Stichwaffe verletzt. Der mutmassliche Täter – ein 31-jähriger Schweizer – rannte daraufhin davon. Die Kantonspolizei Zürich konnte ihn später verhaften, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Der Hintergrund der Tat ist noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Passanten alarmierten offenbar die Polizei. Wie mehrere Augenzeugen gegenüber «Blick» berichten, rief der Mann «Allahu Akbar». Die Kantonspolizei sperrte am Morgen sofort ein grösseres Areal rund um den Altstadt-Ausgang des Bahnhofs ab. Die Absperrungen sind mittlerweile entfernt.
Eindrücke vom Grosseinsatz der Polizei
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Bild 1 von 5. Die Kantonspolizei Zürich sperrte am Morgen ein grösseres Areal rund um den Bahnhof ab. Bildquelle: SRF.
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Bild 2 von 5. Rund um den Altstadt-Ausgang des Bahnhofs Winterthur gab es Absperr-Bänder. Bildquelle: SRF.
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Bild 3 von 5. Am Morgen blieb der Bahnhof nach 8.30 Uhr eine Zeit lang leer. Bildquelle: SRF.
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Bild 4 von 5. Die Kantonspolizei Zürich stand zusammen mit der Stadtpolizei Winterthur, der Transportpolizei der SBB, dem Rettungsdienst des Kantonsspitals Winterthur sowie Schutz und Rettung Zürich im Einsatz. Bildquelle: SRF.
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Bild 5 von 5. Auch das Forensische Institut war vor Ort. Bildquelle: SRF.
Zusammen mit der Kantonspolizei Zürich standen die Stadtpolizei Winterthur, die Transportpolizei der SBB, der Rettungsdienst des Kantonsspitals Winterthur sowie Schutz und Rettung Zürich im Einsatz. Die Kantonspolizei Zürich hat weitere Informationen in Aussicht gestellt.