Von Zellen, Eiweissen und Genen

Life Sciences sind einer der Schwerpunkte der Universität Basel. Dazu gehört die Molekularbiologie, bei welcher einzelne Zellen, ihre Eiweisse und Gene erforscht werden. Was und wie lernen Nachwuchs-Molekularbiologen heute? Ein Besuch in einem Seminar an der Universität Basel.

In einem abgedunkelten Raum sitzen 15 junge Forschende, darunter Studierende, Doktorierende, Postdocs und ihr Professor Christoph Dehio. In Englisch gegrüsst dieser die Wissenschaftler und erklärt das heutige Programm.

Ein wissenschaftliches Papier über ein Bakterium namens Brucella, das sich in menschlichen Zellen vermehren kann und so chronische Infekte verursacht, steht zur Diskussion. Die jungen Forschenden sind kritisch und nicht von allem überzeugt, was die amerikanischen Kollegen publiziert haben.

Harter Wettbewerb

Das Urteilsvermögen zu schärfen, ist denn auch ein wichtiges Lernziel. So meint etwa Alain Casanova, Doktorand an der Universität Basel: «Man lernt auch, wie man letzten Endes seine Wissenschaft veröffentlicht.» Denn der Wettbewerb in der Branche ist hart und an den Veröffentlichungen werden auch die Jungforscher gemessen.

Es sind denn vor allem auch die persönliche Leidenschaft, das Bewundern des eigenen Organismus und die Möglichkeit, die Pharmaindustrie der Zukunft mitentwickeln zu können, die die jungen Wissenschaftler zum Studium der Molekularbiologie motiviert haben.

(webk)