Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweiz Ein Einbrecher kommt selten allein

Abends wird es jetzt wieder früher dunkel. Einbrecher sehen besser, ob jemand daheim ist oder nicht. Die Banden seien immer mobiler und immer besser organisiert, warnt die Polizei. Und brechen auch tagsüber in Häuser ein.

Jemand mit Kapuzenpulli leuchtet mit einer Taschenlampe durch ein Fenster von aussen hinein.
Legende: Hochsaison für Einbrecher: Seit der Umstellung auf Winterzeit dämmert es früher. Keystone

Der Einbrecher kommt in der tiefen Nacht, er kommt alleine auf leisen Sohlen, ist schwarz angezogen, trägt eine Roger-Staub-Mütze, in den Händen eine Taschenlampe und einen Schraubenzieher. Dieses Bild stimme so schon lange nicht mehr, sagt Martin Böss von der Schweizerischen Kriminalprävention.

Denn Einbrecher kommen heutzutage selten alleine. «Das sind Banden, die vorher ausspionieren», sagt Böss. «Da kann vielleicht einmal ein fremdes Auto in der Strasse stehen, ein Pärchen die Strasse rauf und runter gehen. Dann kommt eine Bande zum Objekt, bricht ein, durchsucht es und geht gleich wieder.»

Das Ganze passiert meistens tagsüber oder wenn es, wie im Winter, schon dunkel ist, aber die Leute noch am Arbeiten oder abwesend sind. Simona Benovici von der Kantonspolizei Bern sagt, «Diebe schauen natürlich – und das ist in der dunklen Jahreszeit auch leichter festzustellen: Ist jemand zuhause oder nicht.»

Häuser in Autobahnnähe gefährdeter

Und darum, sagt Martin Böss, sei es wichtig, potentielle Einbrecher im Glauben zu lassen, jemand sei daheim: «Indem ich das Licht brennen lasse, den Fernseher oder das Radio anlasse. Da gibt es verschiedene Möglichkeiten.»

Legende: Video Einbrecher sind ganztags aktiv abspielen. Laufzeit 03:49 Minuten.
Aus 10vor10 vom 28.10.2014.

Noch etwas hat sich in den letzten Jahren gezeigt: Besonders von diesen Bandeneinbrüchen betroffen sind Gebiete in der Nähe von Autobahnen, Ausfallrouten oder Landesgrenzen. Denn die Einbrecher wollen die gestohlene Ware nach dem detailliert organisierten Einbruch möglichst schnell ausser Landes bringen – oftmals in Richtung Osten.

«Wir haben professionalisierte Banden aus Osteuropa», sagt Büss von der Kriminalprävention. «Dort gibt es noch sehr viele arme Leute, die versuchen, in der Schweiz etwas zu stehlen und dann wieder nach Hause zu bringen, um es da zu verkaufen oder selber zu brauchen.»

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

26 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.