Zum Inhalt springen

Header

Audio
Der Babyboom geht weiter
Aus HeuteMorgen vom 05.01.2017.
abspielen. Laufzeit 2 Minuten 3 Sekunden.
Inhalt

Mehr Kinder geboren Ein Ende des Babybooms ist nicht in Sicht

  • Zahlreiche Spitäler verzeichnen auch für 2016 eine Zunahme der Geburten.
  • So melden etwa das Zürcher Triemli-Spital, das Kantonsspital St.Gallen oder das Unispital Basel einen deutlichen Anstieg.
  • Der wichtigste Grund ist die Zuwanderung: Je mehr Menschen in der Schweiz leben, desto mehr Kinder haben sie.

«Bei uns im Spital hatten wir im Vergleich der letzten 20 Jahre nie so viele Geburten wie im letzten Jahr», sagt Daniel Passweg. Er ist stellvertretender Chefarzt der Frauenklinik im Zürcher Triemli-Spital. Damit bestätige sich der Trend, dass die Anzahl Geburten in den vergangenen Jahren stetig gestiegen sei.

Geburtsabteilung ausgebaut

Das Unispital Basel verzeichnet für 2016 Jahr rund 2600 Geburten, das sind etwa 100 mehr als im Jahr zuvor. Wegen der Zunahme habe man letztes Jahr in der Geburtsabteilung mehr Personal eingestellt, heisst es aus Basel. Zudem werde die Zahl der Geburtszimmer in nächster Zeit von fünf auf acht erhöht.

Vom Kantonsspital St.Gallen wird vermeldet, die Zahl der Geburten sei 2016 praktisch gleich hoch gewesen wie im Boomjahr 1971. Und in den Frauenkliniken der Berner Insel-Gruppe hat die Zahl der Geburten auf dem hohen Niveau des Vorjahres stagniert, wie es auf Nachfrage von dort heisst.

Bevölkerungswachstum ist Hauptgrund

Der Babyboom der letzten Jahre hängt vor allem mit dem allgemeinen Bevölkerungswachstum zusammen. Daneben gibt es auch mehr Zwillings- und Drillingsgeburten als früher. Grund hierfür ist, dass die Frauen bei der Geburt ihrer Kinder älter sind als früher und sich Frauen vermehrt reproduktionsmedizinisch behandeln lassen.

15 Prozent mehr Menschen – 23 Prozent mehr Kinder

Die Anzahl der in der Schweiz lebenden Menschen hat zwischen 2002 und Ende 2015 von 7,25 Millionen Personen auf 8,33 Millionen zugenommen. Dies entspricht einer Bevölkerungszunahme um rund 15 Prozent. Die Zahl der Geburten ihrerseits hat im selben Zeitraum von gut 72'000 auf rund 88'500 pro Jahr zugenommen. Dies entspricht einer Zunahme um fast 23 Prozent. Gleichzeitig stieg die Geburtenziffer – Anzahl der Geburten pro Frau – von 1,39 auf 1,54.

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

45 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen
  • Kommentar von Thomas Arni  (tarni)
    Und wer wissen möchte, wie all diese Neugeborenen heissen, findet unter http://www.leonie.io/chde/ranglisten/schweiz/2016 die komplette Rangliste von 25 Schweizer Spitälern für das Jahr 2016.
  • Kommentar von Rolf Künzi  (Unbestimmt)
    Dieses Jahr sind schon 2 Millionen Menschen geboren und 80000 gestorben. In diese fünf Tagen hat sich die Menschheit also um 1.2 Millionen Seelen vergrössert.
  • Kommentar von Dave Gruen  (Echt jetzt?)
    Bei einigen der Kommentare die hier stehen, muss man sich fast schämen Schweizer zu sein.
    1. Antwort von Thomas Holenweg  (Antwerpen)
      Kann Ihnen nur recht geben. Man könnte meinen, dass es Leute gibt, die alleine in ihrem Dorf wohnen wollen und jegliche Mitmenschen hassen. Ein Kind ist doch das schönste Geschenk, das es gibt?! Meine beiden Töchter sind mir jedenfalls das wichtigste auf der Welt. Man muss sich aber in der CH halt bewusst sein, dass wir eine der kinderfeindlichsten Gesllschaften haben, gemäss dem Credo: Kinder dürfen gesehen, aber ja nicht gehört werden. Bin übrigens ein Schweizer mit Schweizer Kindern.