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Vorschlag für neues Modell «Ein Preisanstieg käme alleine der Wasserkraft zugute»

In der Schweiz sollen private Kunden und KMU ihren Strom künftig komplett aus einheimischer Wasserkraft beziehen. Das verlangt die Energiekommission des Nationalrats mit 17 zu 5 Stimmen. Ein mutiger und guter Entscheid findet deren Kommissionspräsident Stefan Müller-Altermatt (CVP/SO).

Legende: Audio Pflicht zum Bezug von Wasserkraftstrom: UREK-Präsident begründet Entscheid abspielen. Laufzeit 03:09 Minuten.
03:09 min, aus HeuteMorgen vom 26.04.2017.

SRF News: Warum hat man sich für diesen Weg entschieden?

Stefan Müller-Altermatt: Die Kommission hat den Handlungsbedarf zur Stützung der Wasserkraft erkannt. Und sie hat auch gemerkt, dass wenn schon der Endkunde einen Beitrag an die Wasserkraft leisten soll, dieser auch direkt der Wasserkraft zugutekommt und nicht anderen Energieformen.

SRF News: Wenn es so kommt, dann bekommen die Kunden nur noch Strom aus einheimischer Wasserkraft. Was sind die Folgen für die Konsumenten?

Deswegen ist dieser Entscheid eben mutig. Weil diese Folgen man noch nicht abschätzen kann. Es gibt Netzbetreiber, die Wasserstrom bereits als Standardprodukt angeboten haben, dort wird sich nicht viel ändern.

Es gibt aber auch andere, die haben sich auf dem freien Markt einen Mix besorgt und dies wird nicht mehr möglich sein. Und hier stellt sich die Frage was passiert: Schmälert sich allenfalls die Marge der Elektrizitätsversorger oder gehen die Preise für die Konsumenten hoch? Es wäre ein Anstieg, der der Wasserkraft zugutekommt.

Es ist eine staatliche Regulierung, wenn das Parlament diesen Vorschlag durchwinkt. Wie schätzen sie die Chancen in den Räten ein?

Das hängt davon ab, was die Abklärungen in den nächsten Monaten ergeben, wie die Einschätzungen der Elektrizitätsunternehmen dann herauskommen und dann eben auch, was die politische Würdigung dieser Idee ist. Für eine Prognose ist es heute noch zu früh.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Tim Buesser (TimBue)
    Wasserkraft müsste dringend besser für ihre Leistung vergütet werden. CH-Wasserkraft muss die immer grösser werdenden Auf-und-Ab Fluktuation von Wind- und Solarstrom ausgleichen, im Netzverbund sogar auch noch für DE. Nach heutigen politischen Preismodellen bekommt sie aber nichts dafür, obwohl das der wertvollste Strom ist. Politik bevorzugt sogar noch Verursacher Wind und Solar mit massivsten Subventionen, obwohl der unstetig gelieferte Strom der am "Wertloseste" von allen Einspeisern ist.
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    1. Antwort von Helmut Meier (Helmi)
      @TimBue: Erste fake news: Wind und Solarenergie müssen nie so stark ausgeglichen werden, oder wo brauchen sie den Atomstrom von einem Sonntagmorgen früh ? Wasser wurde schon immer teuer in Spitzenzeiten verkauft, früher Mittagsspitze heute eher in den Randzeiten oder Winter. Zweite fake news: In der Schweiz wird Wind und Solar nicht bevorzugt, sie stehen auf der Warteliste. Wasserkraftprojekte bekommen KEV Beiträge.
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  • Kommentar von Kurt E. Müller (KEM)
    Endlich kommt mal was Schlaues aus Bern. Wir müssen so oder so bald etwas mehr zahlen für den Strom. Strom ist viel zu billig, wenn man alles richtig berechnet (Risiken). Doch geradezu pervers wäre es, wenn mit der Preiserhöhung nebst der Wasserkraft unsere todsicheren Atomkraftwerke zwangsfinanziert werden müssten. Für saubere, erneuerbare Energie zahle ich aber gerne etwas mehr.
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    1. Antwort von Helmut Meier (Helmi)
      @KEM: bin ganz bei Ihnen, aber leider sieht es so aus, dass der Bürger, mit der Lüge"Wasserkraft finanziert sich nicht" übers Bett gezogen wird, um den Atomstrom quer zu finanzieren.
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  • Kommentar von Felix Bosshardt (fbosshardt)
    Die Schweiz ist das Wasserschloss Europas, ich zahle gerne für einheimischen Hydrostrom einen fairen Preis. Ganz besonders wenn dadurch die Verschandelung unserer Landschaft mit Windrädern verhindert werden kann, diese gehören offshore betrieben.
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