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Schweiz «Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nie»

Ulrich Heininger hat das Bundesamt für Gesundheit darin bestärkt, die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs allen jungen Frauen zu empfehlen. Dass sie als Nebenwirkung Multiple Sklerose auslösen kann, daran glaubt er nicht.

Legende: Video Gespräch mit Ulrich Heininger abspielen. Laufzeit 08:36 Minuten.
Aus Rundschau vom 29.10.2014.

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) rät allen jungen Frauen sich gegen Gebärmutterhalskrebs zu impfen – trotz gravierender Nebenwirkungen, die zuletzt bekannt geworden sind.

Ulrich Heininger, leitender Arzt am Universitäts-Kinderspital beider Basel und Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, hat das BAG dabei beraten und darin bestärkt die HPV-Impfung zu empfehlen.

Dem Vorwurf, dass das BAG die Nebenwirkungen des Impfstoffs herunterspielt, sieht er gelassen entgegen. Das Ziel des Bundesamtes sei es die Impfung beliebt zu machen und nicht davor zu warnen. «Es ist die Aufgabe des Hausarztes vor jeder Impfung über Nutzen und Risiken aufzuklären», sagt Heininger in der «Rundschau».

Multiple Sklerose: keine nachgewiesene Nebenwirkung

Heininger versichert jedoch, dass bei den Nebenwirkungen der HPV-Impfung genau hingeschaut werde. Jeder schwerwiegende Fall müsse gemeldet werden. Er gibt jedoch auch zu bedenken: «Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es bei keiner medizinischen Massnahme, auch bei keinem Medikament und bei keinem Impfstoff.» Risiken gebe es immer und darüber müsse man Bescheid wissen.

Dass die Nebenwirkungen des HPV-Impfstoffs – wie zuletzt publik geworden – Multiple Sklerose auslösen können, hält der Arzt für jedoch für unwahrscheinlich. Die Krankheit sei nicht unbedingt eine nachgewiesene Nebenwirkung der Impfung.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Ingrid Betschart, Schattdorf
    BAG = Bundesamt für Gesundheitsgefährdung so heisst das richtig. Einfach unglaublich, dass das BAG gesundheitsgefährdende Impfungen so stark fördert. Da sieht man wieder, dass es nur ums Geld geht. Ich habe die Werbungen für die Impfung bei Haus- und Frauenarzt gesehen und gedacht, was soll dieser Scheiss, wieder mal panikmache. Zum Glück habe ich Angst vor Spritzen, da komme ich gar nicht auf die Idee irgendwelche überflüssigen Impfungen machen zu lassen.
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  • Kommentar von Margot Helmers, Bülach
    Ich möchte nicht ohne moderne med. Fortschritte leben; ich wäre mindestens schon 4 x gestorben! Und wieviele Mitbürger brauchen täglich ihre Medikamente? Dabei kennt man Impfen schon seit über 1000 Jahren! Da hat man z.B. bei den Überlebenden von Pocken die Kruste genommen und diese dann den gesunden verabreicht. So waren die dann auch immun, leider wissen die wenigsten wie Impfen funktioniert. Letzten Freitag war ein sehr guter Bericht auf Arte: https://www.youtube.com/watch?v=b26VEPhJQIs
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  • Kommentar von E. Schneider, Zürich
    Das BAG schreibt ins seinem Factsheet: „Da es sich um neue Impfstoffe handelt, kann ein seltenes Risiko (1 bis 10 pro Million) ungewöhnlicher oder schwerer Nebenwirkungen noch nicht ausgeschlossen werden.“ – Ok, aber wieviele Test-Frauen (für Swissmedic prüfbare!) waren es beim Zeitpunkt der Zulassung 2006? – 100?, 10'000? – Dass das BAG bereits 2 Jahre nach der Zulassung des Impfstoffes eine Kampagne lancierte, mutet geradezu fahrlässig an und steht in keinem Verhältnis zur Erfahrung damit.
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