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Enkeltrickbetrug war gestern Dreimal mehr falsche Polizisten als 2017

Lange haben sich die Betrüger als Verwandte ausgebeben – sogenannte Enkeltrickbetrüger. Doch dies funktioniert nicht mehr so gut. Deshalb setzen sie nun vermehrt auf eine andere Masche. Dies zeigen die neuesten Zahlen.

Legende: Audio Enkeltrickbetrüger waren gestern abspielen. Laufzeit 01:27 Minuten.
01:27 min, aus Regionaljournal Aargau Solothurn vom 14.02.2019.

Das Telefon klingelt – am anderen Ende der Leitung meldet sich ein vermeintlicher Polizist. Dieser sagt dann zum Beispiel: Das Geld sei auf der Bank nicht mehr sicher. Man soll es abheben, ein Polizist hole es dann zuhause ab. Tatsächlich kommt dann aber kein richtiger Polizist – sondern ein Betrüger.

In der Schweiz gab es im letzten Jahr fast 2500 solche Betrugsversuche, wie Zahlen des Bundesamtes für Polizei zeigen. Das sind dreimal mehr als im Jahr zuvor. In rund 50 Fällen blieb es nicht nur bei einem Versuch – die Opfer gaben den Betrügern auch wirklich das geforderte Geld.

Der Glaube an die Autorität

Für Bernhard Graser von der Aargauer Kantonspolizei ist klar, weshalb sich die Betrüger als Polizisten ausgeben: «Wir dürfen nicht vergessen, dass das Zielpublikum dieser Betrüger vornehmlich ältere Leute sind, die noch an Autoritäten glauben. Und wenn sie auf dem Telefon die 117 sehen, dann glauben sie auch, dass das die Polizei ist.»

Legende:
Falsche Polizisten in der Schweiz Ähnlich wie den Enkeltrick gibt es den Trick mit den «falschen Polizisten». Dabei geben sich die Betrüger nicht als vermeintliche Verwandte (Enkel) aus, sondern als Polizist/innen. Dieses Phänomen hat 2018 zugenommen. Bundesamt für Polizei

Beim Enkeltrickbetrug sind die Zahlen rückläufig.

Legende:
Enkeltrickbetrüge in der Schweiz Das Bundesamt für Polizei (Fedpol) sammelt die Betrugsfälle aus den Kantonen. Gelungene Betrüge bedeutet, dass die betroffene Person Geld an die Betrüger zahlte. Das Fedpol weist darauf hin, dass die Dunkelziffer bei Enkeltrickbetrügen hoch sei. Bundesamt für Polizei

Wahrscheinlich gebe es noch viel mehr solche Fälle, vermutet Bernhard Graser. «Zweifellos gibt es zahlreiche Menschen, die sich aus Scham nicht bei der Polizei melden. Wir sind hier weiter gefragt, weil die Betrüger ihre Masche früher oder später unweigerlich wechseln. Damit wir die Leute schützen können, müssen wir auf jeden Fall am Ball bleiben.»

Die Polizei rät auf jeden Fall kritisch zu sein – und nicht auf solche Telefonate einzugehen. Und vor allem: sich nach einem verdächtigen Anruf bei der echten Polizei zu melden.

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