Entwarnung in Beznau – keine Strahlung entwichen

Kurz nach 14 Uhr ist es im AKW Beznau zu einer Schnellabschaltung gekommen. Betroffen war der Reaktorblock zwei des Werks. Radioaktivität ist offenbar keine ausgetreten. Ob die Probleme mit einem ähnlichen Vorfall im März zusammenhängen, ist noch unklar.

Sicht auf das AKW über die Aare hinweg. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Das Atomkraftwerk Beznau 2 ging vor 40 Jahren ans Netz. keystone

Bei der Schnellabschaltung handle es sich um einen automatischen Vorgang, erklärte eine Axpo-Sprecherin gegenüber «SF Online». Der Reaktor befinde sich in einem sicheren Zustand.

Das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) meldete später, dass es «zu keiner unzulässigen Freisetzung von Radioaktivität» kam. Wie lange der Block 2 des AKW Beznau abgeschaltet bleibt, kann noch nicht vorausgesagt werden.

Störung im nicht-nuklearen Teil

Auslöser der Abschaltung war gemäss Beznau-Betreiber Axpo eine Störung bei der Bespeisung des Dampferzeugers. Dieser befindet sich im nicht-nuklearen Teil des AKW.

Das Ensi teilte mit, dass das Ereignis vorläufig der Stufe 0 (Null) zugeordnet werde. Die Schnellabschaltung bewirke, dass der Reaktor in einen sicheren Zustand gebracht werde. Dies erfolge durch das vollständige Einfallen der Steuerstäbe, die Kernspaltungskette werde beendet.

Ähnlicher Vorfall schon im März

Bereits am 23. März 2012 kam es im Block 2 des AKW Beznau zu einer Schnellabschaltung. Grund für die Abschaltung war eine Störung an einem der beiden Reaktorpumpen für den Primärkreislauf des Reaktors. Es kam zu keiner unzulässigen Freisetzung von Radioaktivität, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) damals mitteilte.

Ob es bei der aktuellen Schnellabschaltung um die gleiche Störung handelt, konnte das Ensi auf Anfrage nicht beantworten. Die Abklärungen seien aber im Gang