Erwerbstätigkeit in der Schweiz auf neuem Höchststand

Gut 5 Millionen Menschen in der Schweiz sind erwerbstätig – so viele wie nie zuvor. Die Zahl der ausländischen Arbeitskräfte hat mehr als doppelt so stark zugenommen, als die der schweizerischen. Zudem gibt es leicht mehr Arbeitslose.

Arbeiter arbeiten auf der Baustelle am Eppenbergtunnel. (keystone) Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: In der Schweiz arbeiten derzeit 5,033 Millionen Menschen. Keystone

Das Wichtigste in Kürze:

  • 1,6 Prozent mehr Erwerbstätige als im gleichen Quartal des Vorjahres
  • Insgesamt 5,033 Millionen Erwerbstätige
  • Zahl ausländischer Arbeitskräfte wächst stärker (+2,7 Prozent) als Zahl schweizerischer Arbeitskräfte (+1,2 Prozent)
  • Leicht mehr Erwerbslose als im gleichen Vorjahresquartal (+0,1 Prozentpunkte)
  • Jugendarbeitslosigkeit steigt leicht von 6,4 auf 6,8 Prozent – im europäischen Vergleich aber noch immer der tiefste Wert (EU-Schnitt: 18,5 Prozent)

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2015 sind in der Schweiz dieses Jahr 1,6 Prozent mehr Menschen erwerbstätig. Insgesamt sind dies 5,033 Millionen Menschen. Dies teilt das Bundesamt für Statistik (BFS) mit.

Die ausländischen Arbeitskräfte (+2,7 Prozent) sind mehr als doppelt so stark gewachsen wie die schweizerischen (+1,2 Prozent). Zwischen den Geschlechtern gibt es hingegen kaum Unterschiede.

Grösser geworden ist auch die Zahl der Erwerbslosen. So waren gemäss Definition des Internationalen Arbeitsamtes (ILO) im zweiten Quartal 2016 in der Schweiz 208'000 Personen erwerbslos – 8000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Erwerbslosenquote ist damit geringfügig von 4,2 auf 4,3 Prozent gestiegen.

Europaweit am wenigsten Jugendarbeitslose

Zum Vergleich: In der EU war die Erwerbslosenquote im zweiten Quartal 2015 von 9,5 auf 8,6 Prozent zurückgegangen. Dennoch standen in Europa lediglich vier Länder besser da als die Schweiz, nämlich Deutschland (4,2 Prozent), Malta (4,0), Tschechien (3,9) und Island (3,8).

Punkto Jugendarbeitslosigkeit verzeichnet die Schweiz europaweit nach wie vor die tiefste Quote – dies trotz einem Anstieg von 6,4 auf 6,8 Prozent im zweiten Quartal 2016. In der EU waren demgegenüber 18,5 Prozent der 15- bis 24-Jahren ohne Job.