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Konsum von Ecstasy Es droht der tödliche Pillen-Rausch

Legende: Audio «Party-Pillen immer stärker dosiert» abspielen. Laufzeit 1:43 Minuten.
1:43 min, aus HeuteMorgen vom 10.08.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Dieses Wochenende werden zur 26. Ausgabe der Street Parade in Zürich bis zu einer Million Menschen erwartet.
  • Die Besucherinnen und Besucher der grössten Techno-Veranstaltung Europas werden feiern, tanzen und in nicht wenigen Fällen auch Drogen konsumieren – vor allem Ecstasy.
  • Vielen ist nicht bewusst, welches Gesundheitsrisiko sie dabei eingehen, denn: Seit ein paar Jahren sind die Party-Pillen immer stärker dosiert.
Legende: Video «Ecstasy immer gefährlicher» abspielen. Laufzeit 2:20 Minuten.
Aus Tagesschau vom 11.08.2017.

Es ist die mit Abstand beliebteste Party-Droge: Ecstasy. Die kleine Pille mit der euphorisierenden Wirkung wird immer wieder vorbeigebracht, wenn die Stadtzürcher Jugendberatungsstelle Streetwork an einer Party ihr mobiles Labor aufstellt. Dort können die Partybesucher ihre Drogen testen lassen.

Gemäss Streetwork-Mitarbeiter Matthias Humm zeigen diese Tests: In den Ecstasy-Pillen steckt heute massiv mehr vom Wirkstoff MDMA als noch vor ein paar Jahren. «Wir haben nicht selten Tabletten mit 200 Milligramm. Und das ist dann etwa das Doppelte von dem, was wir als maximale Dosis empfehlen.»

Kiefermahlen, zittern, erhöhte Körpertemperatur. Aber ganz klar: Es kann am Ende auch zum Tode führen.
Autor: Matthias HummMitarbeiter Jugendberatungsstelle Streetwork

Im besten Fall hat eine so hohe Dosierung einfach unangenehme Nebenwirkungen, die den Konsumenten die Party vermiest. Humm zählt auf: «Kiefermahlen, zittern, erhöhte Körpertemperatur.» Aber eines sei ganz klar: Dies könne am Ende auch zum Tode führen. «Du hast eine Dehydration, dein Körper trocknet aus. Wenn man dann noch wenig Wasser zu sich nimmt und dann vielleicht noch in der Hitze unter der Sonne lange tanzt oder in einem Club, der schlecht gelüftet ist, kann das unter Umständen natürlich auch tödlich ausgehen.»

Auch in der Schweiz hat es schon vereinzelte Ecstasy-Tote gegeben. Allerdings nie so viele wie in anderen europäischen Metropolen – wie London zum Beispiel. «Vielleicht sind die Schweizer beim Konsum ein bisschen vernünftiger», sagt er.

Humm und seine Mitarbeiter werden auch an der Street Parade wieder hunderte Raverinnen und Raver vor ihrem Drogenkonsum beraten. Aber: Sie nehmen ihnen die Drogen nicht weg. «Wenn wir eine hochdosierte Ecstasy-Tablette analysieren, dann machen wir eine Risikoeinschätzung und geben dann eine genaue Dosierungsangabe.» Das könne heissen: «Nimm höchstens einen Viertel dieser Tablette – nicht mehr.» Denn, so Humm, die Partybesucher würden so oder so Drogen konsumieren. Er wolle einfach dafür sorgen, dass sie dabei weniger Risiken eingehen.

46 Kommentare

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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Was man da nicht alles erfährt. Die Streetparade ein offizieller Schweizer Kulturanlass, gleichzusetzen mit dem Unspunnenfest. Ecstasy und Konsorten in Holland querbeet breit akzeptiert und völlig problemlos. Na dann.
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  • Kommentar von lorenz Bertsche (lorenz.bertsche)
    warum braucht man überhaupt so eine street parade? es gibt doch schöneres und wertvolleres im leben zu tun als in einer solchen masse die "sau" entschuldigung das wort, loszulassen. am schluss müssen noch ANDEREN den gigantischen apfall entsorgen. da redet man fast jeden tag von klimaerwärmung und dergleichen, doch alle machen munter weiter wie gehapt. haupsache der "rubel" muss rollen, koste es was es will, selbst trogen usw., auch wenn man am schluss drauf geht sei es pychisch oder köperlich.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    nun, dem Wetterbericht zufolge wäre diesmal wohl eher heisser Tee angesagt.....
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