Schweizer Milch Es geht aufwärts mit dem Milchpreis – wenn auch nur langsam

Das Wichtigste in Kürze

  • Vor einem Monat hat der Schweizerische Bauernverband (SBV) im Streit um einen fairen Milchpreis Forderungen aufgestellt.
  • Der SBV stellt fest: Die Milchabnehmer haben Ihre Abzüge reduziert. Bei der Einhaltung der Richtpreise sieht der Verband Verbesserungspotenzial.
  • Im Kampf um faire Milchpreise will der SBV die Konsumenten ins Boot holen.
Mann, der in der Nähe eines Kuheuters Fell schert. Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Der SBV fordert einen fairen Anteil an der Wertschöpfung im Kampf um einen fairen Milchpreis. Keystone

Zufrieden zeigen sich die Bauernvertreter mit der Entwicklung bei den Abzügen. Von den vier grössten Milchverarbeitern Emmi, Hochdorf, Elsa und Cremo hätten die ersten drei ihre Abzüge inzwischen reduziert, teilte der SBV mit.

«Die Bauern legen tagtäglich Geld drauf»

Lücken gebe es hingegen noch bei der Einhaltung der Richtpreise, sagte Martin Rufer vom SBV in Bern. Drei der vier grössten Verarbeiter zahlten nach wie vor einen Netto-Basispreis, der unter dem Richtpreis liege.
Die Produzenten verkauften ihre Milch weit unter den Produktionskosten, sagte SBV-Präsident Markus Ritter. «Die Bauern legen tagtäglich Geld drauf.» Gleichzeitig werde mit Milch viel Geld verdient.

Nun will der Verband die Medien mit Beispielen von Bauernfamilien beliefern, die unter dem tiefen Milchpreis leiden. Es gehe darum, die Konsumenten mit ins Boot zu holen, so Ritter.