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Schweiz ETH verdoppelt Studiengebühren

Studieren an der ETH wird teurer. Und zwar doppelt so teuer wie heute. Diesen Grundsatzentscheid hat der ETH-Rat gefällt und dafür harsche Kritik geerntet.

Vorlesung in einem Hörsaal der ETH Zürich
Legende: Mehr Studenten, aber nicht mehr Geld vom Bund: nun wird Studieren teurer. Keystone

Die ETH kann sich über einen Mangel an Studierenden nicht beklagen. Seit 2004 habe sich die Zahl der Studentinnen und Studenten verdoppelt, teilt der ETH-Rat mit. Vom Bund erhielt die ETH aber nicht genügend Geld, um diese Entwicklung zu finanzieren.

Nun sollen die Studierenden einen grösseren Beitrag leisten. Anstatt rund 1000 Franken Studiengebühren wie bis anhin sollen sie ab 2015 doppelt so viel bezahlen.

Die ETH hat nun bis im Frühjahr Zeit, Massnahmen zu erarbeiten, um die Erhöhung der Gebühren sozialverträglich zu gestalten. Mit den Studierendenverbänden sollen Gespräche geführt werden. Im Frühling will der ETH-Rat eine Anhörung in die Wege leiten.

«Inakzeptabler Entscheid»

Die Verdoppelung der Studiengebühren kommt nicht gut an. Kritik kommt nicht nur aus der Studierendenschaft und von linken Parteien, sondern auch vom Kanton Waadt.

Audio
Verdoppelung der Studiengebühren an den ETHs
aus DRS 4 aktuell vom 07.12.2012.
abspielen. Laufzeit 3 Minuten 28 Sekunden.

Der Hochschulzugang dürfe nicht durch finanzielle Hindernisse erschwert werden, sagte die Waadtländer Bildungsdirektorin Anne-Catherine Lyon in einem Interview der Zeitung «24 heures». «Wir lehnen diese Massnahme ab, bei der wir übrigens gerne konsultiert worden wären», erklärte Lyon.

Der Verband der Studierenden der ETH Zürich (VSETH) bezeichnete den Entscheid als «inakzeptabel». Die Erhöhung werde zu erheblichen finanziellen Schwierigkeiten für viele Studierende führen, sagte VSETH-Präsidentin Rahel Zoller.

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