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Schweiz Extremismus-Experte zweifelt an Ermittlungen in NSU-Mordserie

Der Fricktaler Rechtsextremismus-Experte Heinz Kaiser ermittelt auf eigene Faust in der NSU-Mordserie in Deutschland. Er ist überzeugt, dass die Tatwaffe nicht aus der Schweiz stammt, wie das die Behörden behaupten. Gegenüber «Schweiz aktuell» zeigt er zum ersten Mal seine Erkenntnisse.

Legende: Video NSU-Morde: Zweifel an Schweizer Herkunft der Waffe abspielen. Laufzeit 06:16 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 06.07.2016.

«Ich zweifle sehr daran, dass diese Waffe tatsächlich aus der Schweiz stammt.» Zu diesem Schluss kommt Heinz Kaiser nach seinen Nachforschungen. Mit der Waffe ist eine tschechische Pistole CZ 83 gemeint. Diese wurde bei der Mordserie des sogenannten NSU eingesetzt.

Brutale Mordserie der NSU

Der Nationalsozialistische Untergrund (NSU) ist ein rechtsextremes Terrornetzwerk in Deutschland, das in den Jahren 2000 bis 2007 zehn Menschen brutal ermordet haben soll. Der NSU setzte sich aus zwei Männern und einer Frau zusammen. Das Trio war über zehn Jahre lang untergetaucht. 2011 flog es auf, als sich die beiden Männer nach einem Banküberfall in einem Wohnwagen umbrachten.

Heinz Kaiser und ein Bildschirm mit zwei Nahaufnahmen zum Vergleich.
Legende: Heinz Kaiser hat Fotos der Ermittler mit Waffen aus derselben Serie verglichen und Unstimmigkeiten gefunden. SRF

Die Frau in der Gruppe, Beate Zschäpe, jagte daraufhin die gemeinsame Wohnung in die Luft und stellte sich ein paar Tage später der Polizei. In den Trümmern des Hauses fand die Polizei die Pistole CZ 83 mit Schalldämpfer. Sie soll bei allen Morden eingesetzt worden sein und gilt als Hauptbeweisstück für den Prozess gegen Zschäpe, der seit 2013 in München läuft.

Ungereimtheiten in Akten

Heinz Kaiser hat Fotos aus den Ermittlungsakten mit Aufnahmen von Waffen aus derselben Serie verglichen und Unstimmigkeiten gefunden: Unter anderem eine unterschiedliche Beschriftung auf dem Waffenschlitten.

Dieser «Fehler» ist auch für den Waffenexperten Daniel Wyss nicht erklärbar: «Waffen, die hintereinander hergestellt werden, sollten eigentlich dieselbe Beschriftung haben», so Wyss gegenüber «Schweiz aktuell».

Heinz Kaiser spricht auch von Fehlern im Waffengutachten. Er vermutet, dass die deutschen Behörden die Herkunft der Waffe absichtlich verschleiern. Seine Erkenntnisse hat er bereits nach Deutschland weitergeleitet, Reaktionen darauf hat er keine erhalten.

Dass er eine Verschwörungstheorie vertrete, bestreitet Kaiser vehement: «Die Verschwörungstheorie steckt bei der offiziellen Version der deutschen Behörden.» Darum will er mit seinen Ermittlungen weitermachen, bis er von den deutschen Behörden eine Antwort erhält.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von László Schink (gegen_links_grün)
    Nun stellt sich die Frage, wer oder was ist überhaupt ein Rechtsextremismus Experte? Herr Kaiser ist es nicht. Es entspricht keiner exakten Wissenschaft, wenn Herr Kaiser auf dem PC Bilder von Waffen miteinander vergleicht. Beschäftigt sich Herr Kaiser auch mit Linksextremismus und Islamismus? Kaiser wird ja in der Einleitung als Extremismus Experte betitelt, wozu eben auch Linksextremismus und Islamismus zählen.
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    1. Antwort von Lucas Kunz (L'art pur l'art)
      googlen Sie mal nach "Heinz Kaiser, Fricktal" ... und Sie wissen dann Bescheid. Auf alle Fälle ist's jemand, der sich mit der Neonaziszene in der Schweiz recht gut auskennt. Aber in Leibach hält man ja gerne die schützende Hand über die Ideologie der braunen Socken ...
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    2. Antwort von László Schink (gegen_links_grün)
      google? Ich bitte Sie Herr Kunz, da steht nicht geschrieben, dass Herr Kaiser sich auch mit Linksextremismus und Islamismus beschäftigt, obschon er auch als Extremismus Experte betitelt wird. Leibach-Lubijana-Slowenien?
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    3. Antwort von Lucas Kunz (L'art pur l'art)
      ja, hab's mit Ödenburg verwechselt... Und zur Haarspalterei: Aus dem Text und Google geht hervor, dass es sich um einen Experten auf dem Gebiet des Rechtsextremismus in der Schweiz handelt ...
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  • Kommentar von M. Wyrsch (mawylu)
    Nun stellt sich die Frage, welche Gründe hätte die deutsche Behörde die Herkunft der Waffe absichtlich zu verschleiern?
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    1. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Wahrscheinlich stammt diese Waffe aus BND-Kreisen selber. Solche False-Flag-Operationen sind ja Teil einer Strategie von Geheimdiensten. Vielleicht ist das ein Thema für Daniele Ganser. Zumindest gab es da ja auch dieser Oktoberfest-Vorfall, da waren auch Rechtsextreme und der BND beteiligt.
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die verschiedenen Verfassungsschutz-Gruppen, die den NSU über viele Jahre "begleiteten", führten und teilweise finanzierten, haben ihre Verflechtungen sicherlich gekappt. Am Ende gibt es ein paar Bauernopfer als Schuldige, einige dieser Bauern sind dankenswerter Weise bereits tot. Da am "Selbstmord-Tatort" (bewusst) geschlammt wurde, sind entscheidende Hinweise vernichtet worden. Schredderanlagen hatten auch viel zu tun. Jetzt geht nur noch darum, Schaden von Behörden fernzuhalten.
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