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Falscher Visana-Kundenberater unterwegs
Aus Espresso vom 24.05.2017.
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Schweiz Falscher Visana-Kundenberater unterwegs

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Betrüger gibt sich am Telefon als Visana-Mitarbeiter aus. Er versucht, die Angerufenen zu Antworten mit «Ja» zu verleiten.
  • Die Visana weiss von mehreren solchen Fällen und hat eine Warnung herausgegeben. Sie betont, dass dieser «Berater» nicht für Visana arbeite.
  • Visana-Mitarbeiter würden keine Versicherungen am Telefon abschliessen, sagt die Krankenkasse. Änderungen in der Prämie oder der Police würden per Post oder Online-Kundenportal mitgeteilt.

Der angebliche Visana-Mitarbeiter rief unter dem Namen «Herr Probst» eine «Espresso»-Hörerin an. Da sie eine langjährige Kundin sei, erhalte sie einen Prämienrabatt, log er. Da die Frau tatsächlich seit ihrer Kindheit Kundin der Krankenkasse war und dies nicht jeder weiss, war sie nicht sofort misstrauisch.

Dann sagte der angebliche Krankenkassen-Angestellte aber, dass das Gespräch zu Studienzwecken aufgezeichnet werde. Er werde der Kundin nun einige Fragen stellen, welche sie alle mit «Ja» beantworten solle. Da wurde die Angerufene hellhörig und beendete das Gespräch.

Warnung auf Facebook

Eine Woche später erhielt sie von «Herrn Probst» einen weiteren Anruf. Erneut erzählte er die Geschichte vom Prämienrabatt. Dann versuchte er eine neue Masche: Die Visana habe ein System entwickelt, um unerwünschte Werbeanrufe zu blockieren. Um das System zu starten, müsse sie nun einige Fragen bejahen.

Auch diesmal kam der Betrüger nicht zum Erfolg. Stattdessen veröffentlichte die betroffene Visana-Kundin auf Facebook zwei Warnungen. Diese wurden von der Krankenkasse entdeckt, worauf sich die Versicherung bei der Frau meldete und für die Unannehmlichkeiten entschuldigte.

Die Krankenkasse doppelte mit einer eigenen Warnung vor dem falschen Mitarbeiter nach. Denn ihr sind inzwischen noch weitere, ähnliche Fälle bekannt. Was der angebliche Visana-Angestellte bei den Kunden genau erreichen will, ist nicht bekannt. Die Visana hat ihren Rechtsdienst eingeschaltet. Die Identität des Betrügers konnte bisher nicht ermittelt werden.

So können Sie sich vor falschen Kassen-Mitarbeitern schützen:

  • Keine persönlichen Daten und Details aus der Police am Telefon erwähnen. Ein echter Mitarbeiter Ihrer Krankenkasse sollte diese Informationen haben.
  • Keine Versicherungsabschlüsse am Telefon. Die Krankenkassen geben Prämienänderungen oder Anpassungen der Police schriftlich oder über ihre Online-Kundenportale bekannt.
  • Ein seriöser Versicherungsvermittler ist registriert. Lassen Sie sich die Registrationsnummer geben und überprüfen sie diese auf www.vermittleraufsicht.ch, Link öffnet in einem neuen Fenster.
  • Ein seriöser Vermittler muss sich an den Stern-Eintrag im Telefonbuch halten. Zuwiderhandlungen kann man der Krankenkasse melden, für die er arbeitet.
  • Wenn Sie unsicher sind, ob es sich um einen echten Mitarbeiter Ihrer Krankenkasse handelt: Rufen Sie dort an und fragen Sie nach einem Angestellten mit diesem Namen.
  • Melden Sie Betrugsversuche Ihrer Versicherung.
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8 Kommentare

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  • Kommentar von Charly Ball  (Charly Ball)
    Seit Jahren halte ich es so und hatte noch nie einen zweiten Anruf: sobald nach wenigen Sekunden klar ist um was es geht (irgend ein Produkt verkaufen, komische Fragen stellen, etc.) hänge ich einfach auf - Fertig ! Ob freundlich, mit/ohne Stil interessiert mich in diesem Fall wirklich gar nicht. Es geht hier um Betrüger, die uns über den Tisch ziehen wollen !
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  • Kommentar von Fritz Frei  (Fritz Frei)
    Wenn man als Senior öfters belästigt wird, sollte man sich jemanden suchen, auf den man einfach sagen können: "Diese Sachen erledigt für mich Frau/Herr ..., die Telefonnummer ist ..." und dann aufhängen. Die Referenzperson sollte als Erstes die Telefonnummer des Anrufers verlangen, zurückrufen und dann sagen, dass sie das Gespräch aufzeichnet. Nach 1-2 Minuten kann sie dann wieder unterbechern und sagen, dass der Anrufer zurückrufen kann oder dass er es lassen soll.
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  • Kommentar von Tom Duran  (Tom Duran)
    Nun sollte es aber auch der hinterletzte Bauer und Rentner geschnallt haben: Verträge, Kontoanfragen, Passwörter werden NIE per Internet weitergegeben. Dies geschieht ausschliesslich per Post. Bei Telefonverkäufern gibt es eh nur eines: sofort aufhängen. Oder noch besser, man täuscht minutenlang Interesse vor um dann zum Schluss kurz und bündig mit "kein Interesse" aufzulegen. DIE rufen garantiert nie mehr an.
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