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Schweiz FCZ steigt ab – Fans entladen ihre Wut

Das Spiel um den Abstieg endete gewalttätig. Nach Abpfiff stürmten Hooligans auf das Spielfeld und drangen in den Spielertunnel ein. Von Sicherheitsleuten aus dem Stadion getrieben, zogen hierauf rund 500 Chaoten in Richtung Langstrasse. Dazu stiessen auch noch gewalttätige GC-Fans.

Legende: Video «FCZ-Anhänger stürmen Katakomben» abspielen. Laufzeit 2:10 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.05.2016.

Nach dem Fussballspiel zwischen dem FCZ und Vaduz marschierten am Mittwochabend Fangruppierungen in Richtung Innenstadt. Dabei ist es zu Sachbeschädigungen gekommen. Die Polizei war im Einsatz.

Hooligans drangen in Spielertunnel ein

Bereits kurz nach dem Spiel, das den Abstieg des FCZ in die Challenge League besiegelte, entlud sich der Zorn der Anhänger des Zürcher Klubs. Vermummte FCZ-Fans stürmten das Spielfeld. Einige drangen in den Spielertunnel ein, wo Sicherheitskräfte das Zusammentreffen mit den Spielern verhindern konnten. Nach Gerangel auf den Rängen der Haupttribüne vermochten die Sicherheitsleute den aufgebrachten Mob aus dem Stadion zu drängen.

Polizisten überwachen die Europaallee, auf der es zu Ausschreitungen gekommen ist.
Legende: Polizisten überwachen die Europaallee, auf der es zu Ausschreitungen gekommen ist. Keystone

Danach zogen Fangruppierungen in Richtung Innenstadt, wie die Zürcher Stadtpolizei mitteilte. Bis Höhe Langstrasse habe der Demonstrationszug rund 500 Personen umfasst. Eine grosse Zahl davon war vermummt.

Die Stadtpolizei sperrte die Langstrassenunterführung, um den Fans den Durchmarsch in den Stadtkreis 5 zu verwehren. Die Menge marschierte hierauf in Richtung Hauptbahnhof. Dort wurde der Umzug gestoppt. Als die Chaoten die Polizei mit Steinen und brennenden Fackeln bewarfen, setzte diese Wasserwerfer, Reizstoff und Gummischrot ein. So gelang es, den Mob, der noch gut 150 Personen umfasste, zurückzudrängen und die Situation vorübergehend zu beruhigen.

Zum FCZ-Mob kamen aufgebrachte GC-Fans hinzu

Zu diesem Zeitpunkt trafen mit dem Extrazug aus Basel GC-Fans in Zürich ein. Diese rund 100 Personen – sie waren teilweise vermummt und mit Stöcken bewaffnet – suchten die Konfronation mit den FCZ-Fans. Die Polizei verhinderte das Zusammentreffen und setzte auch gegen diesen Mob Reiszstoff und Gummischrot ein. Kurz nach 01.30 Uhr beruhigte sich die Lage, die Menge löste sich auf.

Wie die Stadtpolizei schreibt, seien bei den Ereignissen «möglicherweise vereinzelte Personen leicht verletzt» worden. Es lägen hierzu allerdings keine gesicherten Erkenntnisse und auch keine Anzeigen vor. Die Polizei registrierte derweil diverse Sachbeschädigungen im Bereich Lang- und Lagerstrasse. Das genaue Ausmass der Randalen könne im Moment noch nicht beziffert werden.

Knapp 16'000 Fans hatten am Abend verfolgt, wie der FCZ gegen Vaduz mit 3:1 gewann. Der Heimsieg reichte aber nicht für den Klassenerhalt, weil Lugano gegen St. Gallen 3:0 gewann.

5 Kommentare

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  • Kommentar von D. Schmidel (D. Schmidel)
    Mit Verlaub gesagt, Ich glaube der eigentliche Sauladen befindet sich ausserhalb dieser Fussball-AG. Der Eigentümer dieser AG hat das alleinige Sagen über seine Fussballfirma.
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  • Kommentar von R. Glättli (R. Maier-G.)
    Der Verein ist jetzt 2. Klassig! Die Fans sind nicht mal 5. Klassig! Eigentlich haben sich die Spieler jetzt nur dem Niveau der Fans etwas angenähert! Aber so schlecht kann man gar nicht Fussball spielen, wie sich die "Fans" aufführen!
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  • Kommentar von Manuel Pestalozzi (M. Pestalozzi)
    Wäre das nicht der richtige Moment, diesem Fussballclub die Lizenz zu entziehen und ihn aufzulösen? Mag mich noch an die Ära Künzli,Kuhn, Botteron, Zigerlig und Konsorten erinnern, an den Tabakfass-Nägeli als Präsidenten. Damals war er noch Kulturgut. Heute ist das ein Verein, der Gewalttäter der übelsten Sorte anzieht. Er schadet dem Ruf von Zürich. Der FCZ ist nur noch peinlich.
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      Bin absolut bei Ihnen, wenn es um die Seite des Fussballverbandes geht. Das reicht aber nicht. Die Justiz muss ebenfalls einschreiten und Spiele dieses Vereins vor Publikum verbieten, im Interesse der öffentlichen Sicherheit. Jetzt reicht’s. JahrelangesHErumdrucksen mit Scheinlösungen, ohne dass sich etwas verändert. Hart durchgreifen gegen den FCZ und den FCB sind jetzt angesagt. Kein Lamentieren mehr!
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    2. Antwort von Karl Müller (KaMü)
      Liebe Leute aus Zürich, ich verstehe ja Ihren Unmut über diese "Fans", die ich lieber Chaoten nenne. Aber - diese sind nur das Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wir, die Bewunderer von Künzli, Kuhn, etc. haben es versäumt, unsere Nachkommen richtig zu erziehen. Damit meine ich nicht die Zürcher alleine, sondern die ganze Schweiz, Europa und noch mehr. Diese Einsicht tut weh.
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